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Deutschland/Welt New York gedenkt mit stiller Feier der Anschläge vom 11. September
Nachrichten Politik Deutschland/Welt New York gedenkt mit stiller Feier der Anschläge vom 11. September
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19:43 10.09.2011
Der Anschlag vom 11. September war beispiellos. Quelle: dpa
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New York

An allen Schauplätzen der Terroranschläge in den USA wird es Trauerfeiern geben. Doch statt der kämpferischen sollen ruhige und optimistische Töne im Vordergrund stehen.

Schon am Samstag hatte es Trauerfeiern gegeben. So etwa von der New Yorker Feuerwehr, die hunderte Kameraden verloren hatte und bis heute unter diesem Blutzoll leidet. In Shanksville im US-Bundesstaat Pennsylvania, wo eine der vier entführten Maschinen abstürzte, sollten 2982 Lichte entzündet werden - eines für jedes Opfer.

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In New York legte die „USS New York“ an. In dem Landungsschiff sind einige Tonnen Stahl aus den beiden eingestürzten Türmen des World Trade Centers verbaut. Eigentlich werden nur taktische Atom-U-Boote (SSN) nach Städten und strategische (SSBN) nach US-Staaten benannt. Bei der 2008 getauften „USS New York“ wurde aber demonstrativ eine Ausnahme gemacht, um ein Überwasserkampfschiff „im Kampf gegen den Terror“ so zu benennen.

Der Sonntag beginnt im ganzen Land mit Gottesdiensten, unter anderem in der National Cathedral in Washington. Etwas später werden in New York der Gedenkpark und das Museum am Ground Zero eröffnet. Nur die Hälfte der Fläche wird wieder bebaut, die andere ist dem Mahnmal an “9/11“ vorbehalten.

Kernstück sind zwei große quadratische Becken von 60 Metern Kantenlänge an jener Stelle, an der einst die Zwillingstürme des World Trade Centers standen. Von den Rändern, an denen die Namen der fast 3000 Opfer stehen, stürzt Wasser fast zehn Meter in die Tiefe. Das Museum wird am gleichen Tag wieder geschlossen und erst im nächsten Jahr endgültig eröffnet. Der Gedenkpark, am zehnten Jahrestag den Hinterbliebenen und Überlebenden vorbehalten, wird ab Montag begehbar sein. Allerdings sind Karten notwendig, die aber kostenlos sind und nur den Besucherstrom steuern sollen.

An der Trauerfeier in New York wird auch Präsident Barack Obama teilnehmen. Er wird aber dem Vernehmen nach keine Rede halten. Die mehrstündige Feier wird immer wieder von Schweigeminuten unterbrochen - zu genau jenen Zeiten, als vor zehn Jahren die Türme getroffen wurden, als sie einstürzten, als ein Flugzeug das Pentagon traf und ein weiteres in Shanksville abstürzte.

dpa

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