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Deutschland/Welt „New York Times“: Guantánamo-Schließung verzögert sich
Nachrichten Politik Deutschland/Welt „New York Times“: Guantánamo-Schließung verzögert sich
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14:27 26.06.2010
Zurzeit sind noch knapp 200 Menschen in Guantánamo inhaftiert.
Zurzeit sind noch knapp 200 Menschen in Guantánamo inhaftiert. Quelle: afp
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Die von US-Präsident Barack Obama angestrebte Schließung des umstrittenen Gefangenenlagers Guantánamo zögert sich nach Erkenntnissen der „New York Times“ immer weiter raus. Es sei angesichts starker Opposition in den USA und anderer veränderter politischer Prioritäten nun unwahrscheinlich, dass das Lager auf Kuba noch vor Ende von Obamas Amtszeit 2013 geschlossen werde, berichtete die Zeitung am Sonnabend.

Das Gefängnis, in dem Terrorverdächtige vor allem aus Afghanistan und Pakistan jahrelang ohne Gerichtsverfahren inhaftiert wurden, gilt vor allem in der muslimischen Welt als Symbol für eine fehlgeleitete Politik der Bush-Regierung. Barack Obama hatte im Wahlkampf angekündigt, das Lager schnell zu schließen. Als Termin dafür hatte er zunächst den Januar 2010 genannt.

Zurzeit sind noch knapp 200 Menschen in dem Lager inhaftiert. Nur wenige Staaten sind bereit, Häftlinge aufzunehmen. Auch in Deutschland ziehen nur wenige Bundesländer die Aufnahme ehemaliger Guantánamo-Häftlinge in Betracht.

dpa