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Deutschland/Welt Neuer NATO-Generalsekretär für Gespräche mit gemäßigten Taliban
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21:27 01.08.2009
NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen. Quelle: afp
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Es gebe am Hindukusch „Gruppen, mit denen man reden kann, um auf eine Art Aussöhnung mit der afghanischen Gemeinschaft hinzuarbeiten“, sagte Rasmussen der dänischen Zeitung „Politiken“ in einem am Samstag veröffentlichten Interview. Er sehe aber keinen Grund für Vereinbarungen mit Taliban, „die unsere Soldaten töten“. „Wir reden hier über andere Gruppen, die am äußeren Rand der Taliban angesiedelt sind.“

Rasmussen trat am Samstag offiziell die Nachfolge von Jaap de Hoop Scheffer als NATO-Generalsekretär an, am Montag wollte er in Brüssel seine Ziele vorstellen. Angesichts der massiven Kritik aus der muslimischen Welt an seiner Ernennung kündigte der ehemalige dänische Regierungschef an, sich für bessere Beziehungen zwischen der NATO und muslimischen Staaten einsetzen zu wollen. So wolle er „konkrete Initiativen ergreifen, um die Partnerschaft und die Zusammenarbeit mit muslimischen Ländern zu stärken“, sagte er der Deutschen Welle. Zudem plane er, schon sehr bald in die Türkei zu reisen.

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Rasmussens Ernennung zum NATO-Generalsekretär war auf erheblichen Widerstand in der muslimischen Welt gestoßen, weil er in seiner Zeit als Ministerpräsident die Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen in dänischen Medien verteidigt hatte. Vor allem das NATO-Mitglied Türkei hatte sich lange gegen Rasmussen als Chef der Militärallianz gewehrt.

afp