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Deutschland/Welt Mindestens 50 Tote bei Bombenanschlag in Peshawar
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Mindestens 50 Tote bei Bombenanschlag in Peshawar
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14:38 28.10.2009
US-Außenministerin Clinton kurz nach ihrer Ankunft in Afghanistan.
US-Außenministerin Clinton kurz nach ihrer Ankunft in Afghanistan. Quelle: afp
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Neben den Toten wurden nach Krankenhausangaben bislang mehr als 150 Verletzte gezählt, nachdem die Bombe auf einem belebten Markt der Großstadt im Nordwesten des Landes explodierte. Rettungskräfte befürchteten, dass die Zahl der Opfer weiter steigen könnte, da viele Menschen noch unter Trümmern verschüttet seien. Ein Geheimdienstmitarbeiter sprach von mindestens 55 Toten.

Rettungskräfte befürchteten, dass die Zahl der Opfer weiter steigen könnte, da viele Menschen noch unter den Trümmern von zerstörten Verkaufsständen und eines eingestürzten Gebäudes nahe des Marktes verschüttet seien. Außerdem würden die Rettungsarbeiten durch ein Großfeuer am Anschlagsort behindert. Das pakistanische Fernsehen zeigte Bilder von zerstörten Martktbuden und brennenden Trümmern. „Das war eine enorme Explosion, die in der ganzen Stadt zu hören war“, sagte der Polizist Anwar Shah.

Der Anschlag ereignete sich nur wenige Stunden nach der Ankunft von US-Außenministerin Hillary Clinton in Pakistan. Clinton, die in den kommenden drei Tagen in Islamabad und Lahore Gespräche mit politischen und militärischen Verantwortlichen führen will, rief die pakistanische Armee zu einem entschlossenen Vorgehen gegen das Terrornetzwerk El Kaida auf. „Wir wissen, dass El Kaida und ihre extremistischen Verbündeten noch immer auf der Suche nach radioaktivem Material sind“, sagte die Außenministerin. Schon mit einer kleinen Menge könnten die Terroristen einen Anschlag „mit sehr fürchterlichen politischen und psychologischen Folgen“ ausführen.

Die Lage in der Atommacht Pakistan ist äußerst angespannt: Die Regierung in Islamabad hat in einer Großoffensive gegen die islamistischen Aufständischen 30.000 Soldaten in der Taliban-Hochburg Süd-Waziristan entsandt, die Kämpfe in der Region werden erbittert geführt. Bei Selbstmordanschlägen und Angriffen von Taliban-Rebellen wurden binnen eines Monats fast 200 Menschen getötet.

afp