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Deutschland/Welt Millionen-Einbußen – EZB-Zinspolitik belastet Rentenkasse
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Millionen-Einbußen – EZB-Zinspolitik belastet Rentenkasse
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05:00 06.11.2018
Die Rücklagen sind so hoch wie nie – allerdings macht die Rentenversicherung mit ihrem Vermögen Miese. Quelle: imago/Christian Ohde
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Berlin

Die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank belastet zunehmend auch die gesetzliche Rentenversicherung. Für das laufende Jahr wird demnach mit Einbußen von 60 Millionen Euro gerechnet, 2019 wären es dann bereits 75 Millionen Euro. Das geht aus dem „Rentenversicherungsbericht 2018“ hervor, der dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.

2017 hatte die gesetzliche Rentenversicherung erstmals so genannte negative Vermögenserträge ausweisen müssen – in Höhe von 49 Millionen Euro. Hintergrund sind Strafzinsen, die von der Europäischen Zentralbank verlangt werden, wenn nationale Notenbanken Geld bei ihr „parken“. Die gesetzliche Rentenversicherung hat einen Teil ihrer Anlagen bei der Bundesbank.

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Die Rentenfinanzen entwickeln sich im laufenden Jahr positiv. In den ersten drei Quartalen 2018 stiegen die Beitragseinnahmen um rund 4,4 Prozent – und das, obwohl der Beitragssatz zu Jahresbeginn um 0,1 Prozentpunkte gesenkt worden war. Die Rentenrücklage wird nach der neuen Prognose der Bundesregierung zum Jahresende auf 38,0 Milliarden Euro ansteigen. Das entspricht 1,77 Monatsausgaben.

Für Millionen Rentnerinnen und Renten in Deutschland enthält der neue Regierungsbericht gute Nachrichten: Ihre Bezüge werden im kommenden Jahr voraussichtlich erneut um mehr als drei Prozent steigen.

Von Rasmus Buchsteiner/RND