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Deutschland/Welt Merkel-Sprecher verteidigt Abendessen mit Ackermann
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Merkel-Sprecher verteidigt Abendessen mit Ackermann
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12:34 26.08.2009
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank Josef Ackermann. Quelle: Axel Schmidt/ddp (Archiv)
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Daher seien aus Anlass seines 60. Geburtstages im vergangenen Jahr 25 bis 30 Leute aus Politik, Wirtschaft und Unterhaltung in das Kanzleramt eingeladen worden.

Auch Ackermann habe „eine ganze Reihe“ von Vorschlägen für die Gästeliste gemacht. Die Veranstaltung sein aber „kein Ackermann-Schulfreunde-Essen“ gewesen, sagte Vater. Merkel lege vielmehr Wert darauf dass sich bei „anlassbezogenen Abendessen“ im Kanzleramt „Menschen treffen, die sonst wenig miteinander zu tun haben“. Das Abendessen für Ackermann sei weder „aufregend“ noch „anstößig“ gewesen, sondern ein „Zeichen von gesellschaftlicher Offenheit und nichts, was man rügen oder ins Zwielicht ziehen sollte“. Es habe Schnitzel mit Spargel gegeben.

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SPD-Generalsekretär Hubertus Heil hatte Merkel zuvor aufgefordert, öffentlich Stellung zu beziehen. Zwar solle man das Thema „nicht zu hoch hängen“, sagte Heil der „Neue Ruhr/ Neue Rhein Zeitung“ (Mittwochausgabe) in Essen. Gleichwohl solle Merkel „nicht ständig ihre Sprecher vorschicken“, sondern müsse selbst „deutlich sagen, was da gelaufen ist“. Ihm scheine diese „vom Steuerzahler finanzierte“ Geburtstagsfeier von einer „persönlichen Nähe“ Merkels zu Ackermann zu zeugen, sagte Heil. Auch die Gästeliste deute auf einen konservativen Freundeskreis hin.

Ackermann hatte kürzlich im ZDF berichtet, die Kanzlerin habe ihm damals angeboten, 30 Gäste ins Kanzleramt einzuladen. Auch der Haushaltsausschuss des Bundestages wollte sich am Mittwochnachmittag mit dem Thema befassen.

ddp