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Deutschland/Welt Merkel: Hohe Investitionen für Energiekonzept
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Merkel: Hohe Investitionen für Energiekonzept
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13:36 23.10.2010
Das Energiekonzept wird laut Kanzlerin Merkel mehr als 20 Milliarden Euro pro Jahr kosten.
Das Energiekonzept wird laut Kanzlerin Merkel mehr als 20 Milliarden Euro pro Jahr kosten. Quelle: dpa
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Das Umstellen auf erneuerbare Energien erfordert nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) „Investitionen in hohem Maße“. In ihrer wöchentlichen Video-Botschaft sprach Merkel am Samstag von einem Volumen von mehr als 20 Milliarden Euro pro Jahr. „Daran will sich auch der Staat beteiligen. Aber beteiligen werden sich auch die Kernkraftwerksbetreiber, die durch die verlängerten Laufzeiten einen Teil ihres Gewinnes abgeben, um den Zubau von erneuerbaren Energien zu befördern“, sagte sie.

Die Kernkraftwerksbetreiber werden laut Merkel mit Steuern und Investitionen in erneuerbare Energien mehr als 60 Prozent ihres Gewinns dem Staat zur Verfügung stellen. Das neue Energiekonzept werde in der kommenden Woche im Bundestag verabschiedet.

Die Bundesregierung wolle das „Zeitalter der erneuerbaren Energien möglichst schnell erreichen“. Bis zum Jahr 2050 sollen mehr als 80 Prozent der CO2-Emissionen eingespart werden. „Das bedeutet auf der einen Seite, weniger Energie zu verbrauchen, auf der anderen Seite 80 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien zu erzeugen und mehr als 50 Prozent des gesamten Energieverbrauchs“, erläuterte Merkel.

Die Regierung wolle durch den Entwurf „auf der einen Seite den Strom bezahlbar halten, die Sicherheit der Versorgung garantieren, und auf der anderen Seite umweltfreundlich Energie erzeugen.“ Merkel mahnte zugleich notwendige Investitionen in neue Infrastruktur wie Hochspannungsleitungen an.

Die Regierung hatte vor rund drei Wochen trotz heftiger Proteste ihr Energiekonzept mit den längeren Atomlaufzeiten beschlossen. Die 17 Kernkraftwerke sollen im Schnitt 12 Jahre länger am Netz bleiben. Bis 2050 soll vor allem der Ökostromanteil ausgebaut werden.

dpa