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Deutschland/Welt Lokführerstreiks legen Berufsverkehr lahm
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06:49 22.02.2011
Hier geht nichts mehr: Lokführer im Warnstreik
Hier geht nichts mehr: Lokführer im Warnstreik Quelle: dpa
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Von dem auf zwei Stunden bis 8.00 Uhr angelegten Ausstand sind die Deutsche Bahn und mehrere private Konkurrenten betroffen, wie ein GDL-Sprecher am Dienstagmorgen in Frankfurt sagte. Pendler und Fernreisende müssen sich auf erhebliche Behinderungen im Berufsverkehr einstellen.

In Bayern fielen am frühen Morgen nach GDL-Angaben ein Intercity und zwei ICE-Züge aus. In Nordrhein-Westfalen sollten S-Bahnen und Regionalexpresszüge im Ruhrgebiet bestreikt werden. Einen weiteren Aktionsschwerpunkt kündigte die GDL bei der Eurobahn an - und damit in Städten wie Ahlen, Hagen, Neuss und Mönchengladbach.

In Berlin war auch die S-Bahn betroffen. An großen Hauptbahnhöfen wie in München und Berlin war die Lage am Morgen zunächst ruhig.

GDL-Chef Claus Weselsky sagte am Berliner Hauptbahnhof, er gehe davon aus, dass die Arbeitskampfmaßnahmen wirksam seien. Das Signal sei eindeutig, dass die Lokführer bereit seien, für ihre Ziele zu kämpfen. Mit dem Warnstreik will die GDL ihrer Forderung nach einheitlichen Tarifstandards für rund 26 000 Lokführer in der gesamten Bahnbranche Nachdruck verleihen. Ein Kernpunkt sind einheitliche Einkommen auf dem Niveau des Marktführers Deutsche Bahn.

Tarifverhandlungen mit dem bundeseigenen Konzern sowie den sechs Konkurrenten Abellio, Arriva, Benex, Keolis, Veolia und Hessische Landesbahn hatte die GDL für gescheitert erklärt.

Die Deutsche Bahn hat sich nach eigenen Angaben für Warnstreiks gerüstet. Um die Auswirkungen für die Reisenden so gering wie möglich zu halten, will der Konzern mehrere hundert zusätzliche Mitarbeiter unter anderem in Callcentern einsetzen.

Die Bahn hat eine kostenlose Hotline geschaltet: Unter der Rufnummer 08000-996633 können sich Fahrgäste über die konkreten Auswirkungen der Aktionen informieren. Kunden im Ausland erhalten Informationen unter 0049-1805 334444 Details. dpa