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Deutschland/Welt Die AfD rückt immer weiter nach rechts
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Die AfD rückt immer weiter nach rechts
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19:00 16.07.2019
Er ist auch ohne Vorstandsamt ein Machtfaktor in der Bundespartei: Björn Höcke aus Thüringen- Quelle: Sebastian Kahnert/dpa
Berlin

„Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los“, heißt es in Johann Wolfgang von Goethes „Der Zauberlehrling“. Die einstigen AfD-Chefs Bernd Lucke und Frauke Petry, aber auch der aktuelle Co-Vorsitzende Jörg Meuthen: sie alle sind solche Zauberlehrlinge. Parteigründer Lucke ließ den Rechtsnationalen Raum in der Partei. Er wollte auch mit ihren Parolen bei den Wählern punkten – und dachte, er könne sie schon kontrollieren. Petry stürzte Lucke – mit Hilfe der Rechtsaußen in der Partei. Als sie deren Macht einhegen wollte, wurde sie selbst gestürzt.

Meuthen – als Wirtschaftsprofessor einstmals Vorzeigekopf der Wirtschaftsliberalen in der Partei – konnte sich bei seiner letzten Wiederwahl nur durch Anbiederung an Björn Höcke und den rechtsnationalen „Flügel“ sichern.

Die fehlende Autorität Jörg Meuthens

Jetzt muss auch Meuthen feststellen: Höcke und seine Anhänger lassen sich nicht einhegen. Sein eigener Kreisverband wählt Meuthen nicht mal mehr zum Delegierten. Das ist zwar erst mal nur ein lokales Ergebnis. Doch es zeigt, wie wenig Autorität der Co-Vorsitzende an der Seite von Alexander Gauland in der Partei hat.

Eine Spaltung der Partei? Das gab es schon einmal und ist auch für die Zukunft nicht auszuschließen. Das ist aber nicht der springende Punkt. Entscheidend ist: Es gibt keinerlei Hinweis darauf, wie der Prozess der weiteren Radikalisierung der AfD aufzuhalten sein sollte – und zwar egal, welche Vorsitzenden die AfD künftig führen. Der „Flügel“ gibt in der AfD den Ton an – auch ohne dass Höcke ein Vorstandsamt hätte. Mancher hatte gehofft, der Einzug in den Bundestag werde die gemäßigten Kräfte in der Partei stärken. Doch in Wirklichkeit rückt die AfD nur immer weiter nach rechts.

Von Tobias Peter/RND

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