Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt K-Frage in der Union: Lieber mal bei der SPD nachfragen
Nachrichten Politik Deutschland/Welt K-Frage in der Union: Lieber mal bei der SPD nachfragen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:31 07.10.2019
Nein, es spricht im Moment nicht viel dafür, dass AKK einmal Kanzlerin wird. Aber muss es deshalb eine Urwahl in der K-Frage geben?, fragt sich NP-Chefredakteur Bodo Krüger. Quelle: dpa
Hannover

Etwas Gutes hat die gegenwärtige Situation für die SPD: Die Partei sucht zwar eine neue Führungsspitze – über eine Kanzlerkandidatur brauchen die Sozialdemokraten bei zuletzt 13 Prozent in der Sonntagsfrage aber wirklich nicht zu diskutieren. Diese Debatte kann die SPD getrost der Konkurrenz überlassen und zusehen, wie die Union dabei allmählich die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer zerlegt.

Zugegeben: Dass immer weniger Menschen AKK die Merkel-Nachfolge zutrauen und immer mehr CDU-Mitglieder glauben, Kramp-Karrenbauer sei keine geeignete Kanzlerkandidatin, dazu hat sie selbst am meisten beigetragen. Ihr ziemlich gestriges Weltbild, hölzerne Auftritte, schwurbelige Formulierungen, seltsame Kommentare. All das hat AKK zu Recht den Ruf der Pannen-Chefin eingebracht. Zu allem Überfluss hat sie es nun offenbar auch geschafft, Angela Merkel, ihre einst größte Fürsprecherin, auf Distanz zu bringen. Und das macht in der Union immer noch den Unterschied.

Nein, es spricht im Moment nicht viel dafür, dass AKK einmal Kanzlerin wird. Aber muss es deshalb eine Urwahl in der K-Frage geben? Ehe sich die Union darauf einlässt, sollte sie lieber mal beim GroKo-Partner nachfragen. Die SPD weiß mittlerweile zur Genüge, wie sich eine quälende Kandidatenkür anfühlt.

Lesen Sie dazu:

Schwache Umfragewerte für AKK befeuern Diskussion über Urwahl

Von Bodo Krüger

Die Impeachment-Ermittlungen gegen US-Präsident Donald trump weiten sich aus. Jetzt fordern die Demokraten im Repräsentanten auch Dokumente von Trumps Verteidigungsminister Mark Esper. Zuvor hatten sie bereits weitere Regierungsmitglieder zur Herausgabe von Unterlagen aufgefordert.

07.10.2019

In den ersten neun Monaten dieses Jahres haben etwa elf Prozent weniger Menschen in Deutschland Asyl beantragt, als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt lag die Zahl bei etwa 110.000. Gut ein Fünftel davon waren bereits in Deutschland geborene Kinder.

07.10.2019

Die Bundesregierung steht im Verdacht, ihre Klimaschutzpläne abgeschwächt zu haben. Vor allem im Haus von Bundesumweltministerin Schulze sorgt dies für große Hektik. Einem genauen Blick hält der Vorwurf allerdings kaum stand.

07.10.2019