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Deutschland/Welt Israel lässt Schiff frei
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12:06 05.11.2009
Das israelische Militär konnte die Waffenfracht sichern.
Das israelische Militär konnte die Waffenfracht sichern. Quelle: afp
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Nach Angaben der israelischen Armee stammten die 36 Container mit Waffen an Bord aus dem Iran und waren für die libanesische Hisbollah-Miliz bestimmt. Sie seien als zivile Fracht getarnt gewesen. Die Hisbollah dementierte diese Darstellung am Donnerstag.

Das Schiff gehört der in Neu Wulmstorf vor den Toren Hamburgs ansässigen Reederei Gerd Bartels. Der Eigner hatte am Mittwochabend erklärt, er habe von dem Waffenschmuggel nichts gewusst. Der Frachter sei seit rund zwei Monaten von dem zyprischen Cargo-Unternehmen UFS gechartert. Es fuhr unter der Flagge des Karibik-Staates Antigua.

Ein israelischer Militär sagte dem israelischen Rundfunk, der polnische Kapitän sei „schockiert“ gewesen, weil die Waffen ohne sein Wissen transportiert worden seien. Die gefährliche Fracht, darunter auch Sprengstoff, habe dort neben Ölbehältern gelagert und das Leben der Mannschaft bedroht.

Der Frachter war nach israelischen Angaben vom ägyptischen Damietta unterwegs zum syrischen Hafen Latakia. Von dort habe die Waffenlieferung im Wert von mehreren Millionen US-Dollar über Land in den Libanon gebracht werden sollen. Das israelische Außenministerium lud ausländische Botschafter für Donnerstagnachmittag in den Hafen Aschdod ein, damit diese sich vor Ort ein eigenes Bild von der gekaperten Waffen-Fracht machen können.

In der Vergangenheit hatte die Hisbollah Israel vom Südlibanon aus immer wieder mit Raketen beschossen.

lni