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Deutschland/Welt Ibiza-Affäre: Bekannter nennt Urheber des Strache-Videos
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Ibiza-Affäre: Bekannter nennt Urheber des Strache-Videos
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22:30 22.05.2019
In dieser Villa auf Ibiza wurde das folgenschwere Video aufgezeichnet. Quelle: imago images / Reichwein
Wien

Ein nach eigenen Angaben mit Spionage vertrauter Experte hat im österreichischen Fernsehen neue Hinweise zur Entstehung des Skandal-Videos von Ibiza geliefert, das zum Bruch der rechtskonservativen österreichischen Regierung geführt hat. Sascha Wandl behauptete bei „oe24“, dass ein ehemaliger Geschäftspartner, den er selbst im Bereich Spionage ausgebildet habe, die Videofalle gemeinsam mit einem Anwalt gelegt habe. Auch das Magazin „Profil“ hatte die Namen zuvor genannt.

Den Geschäftspartner, der als Detektiv sowohl in München als auch in Wien aktiv gewesen sein soll, habe er auf dem Video erkannt, sagte Wandl. Zudem erklärte er, dass er die beiden selbst miteinander bekannt gemacht habe. Wandl selbst sei 2016 aus dem Spionagegeschäft ausgestiegen. Konkrete Informationen über mögliche Absprachen der beiden und Details zu Hintermännern habe er daher nicht.

Verdacht deckt sich mit Gudenus-Aussage

Die Äußerungen des Mannes decken sich mit den Schilderungen des Ex-FPÖ-Politikers Johann Gudenus, der auf Ibiza für seinen damaligen Parteichef Heinz-Christian Strache dolmetschte. Gudenus sprach im „Kurier“ ebenfalls von einem Wiener Anwalt, der die Treffen vermittelt habe, auf Ibiza letztlich aber nicht dabei gewesen sei. „Der Anwalt hat dann den weiteren Kontakt gelegt, hat mir bestätigt, dass die Identitäten der Herrschaften echt sind“, sagte Gudenus über die Rolle des Anwalts und die Identität der vermeintlichen russischen Oligarchen-Nichte.

Auch die Zeitung „Der Standard“ nannte am Mittwochnachmittag die Namen des Detektivs und des Anwalts. Eine Firmenseite der Münchner Kanzlei sei mittlerweile offline genommen worden.

Der Skandal um das Video hat zu einer schweren Regierungskrise in Österreich geführt. Inzwischen sind keine FPÖ-Politiker mehr in der Regierung, stattdessen wurden Experten eingesetzt. Strache ist auch als FPÖ-Chef zurückgetreten. Gudenus verließ sogar die Partei.

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Von RND/dpa

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