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Deutschland/Welt Heute Schicksalstag für Karstadt
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09:16 08.06.2009
Protest: In allen Karstadt-Filialen wollen Mitarbeiter heute die Schaufenster verhängen.
Protest: In allen Karstadt-Filialen wollen Mitarbeiter heute die Schaufenster verhängen. Quelle: ddp
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„Wir hoffen, dass die Politik unser Bemühen zur Rettung des Unternehmens anerkennt und die Bürgschaften erteilt“, sagte Arcandor-Sprecher Gerd Koslowski am Montagmorgen. Arcandor habe alles gemacht, was die Politik gefordert habe. Es seien Gespräche mit Gesellschaftern, Vermietern, Banken und dem Konkurrenten Metro geführt worden.

Der Lenkungsausschuss der Bundesregierung wird am Montagvormittag über den Antrag des Unternehmens auf Staatsbürgschaften entscheiden. Werden diese Bürgschaften abgelehnt, bleibt Arcandor noch der alternative Antrag auf Rettungsbeihilfe über 437 Millionen Euro. Hierüber will die Bundesregierung am Mittag beraten. Es ist aber nicht sicher, ob bereits am Berichtstag eine Entscheidung gefällt wird.

Wenn sowohl Staatsbürgschaften als auch Rettungsbeihilfe am Montag abgelehnt werden, wird Arcandor Insolvenz anmelden. „Dann wissen wir heute schon, dass wir am Freitag zahlungsunfähig sind“, sagte der Arcandor-Sprecher. Würden allerdings nur die Staatsbürgschaften am heutigen Tage abgelehnt, dann würde keine Insolvenz angemeldet.

Zu Arcandor gehören die drei Geschäftsfelder Einzelhandel (Karstadt), Tourismus (Thomas Cook) und Versandhandel (Primondo mit Quelle, Hess Natur). Für den Konzern arbeiten etwa 86 000 Menschen, davon 53 000 in Deutschland. ddp