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Deutschland/Welt "Herr Bundespräsident, erlösen Sie uns"
Nachrichten Politik Deutschland/Welt "Herr Bundespräsident, erlösen Sie uns"
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12:02 23.01.2012
Nach Ansicht von Grünen-Fraktionschefin Renate Künast muss Bundespräsident Wulff umgehend zurücktreten.
Nach Ansicht von Grünen-Fraktionschefin Renate Künast muss Bundespräsident Wulff umgehend zurücktreten. Quelle: dpa
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Berlin

Wulff irre, wenn er annehme, er könne seinen durch die Kredit- und Medienaffäre erlittenen Ansehensverlust wiedergutmachen. "Das Amt ist vielleicht reparabel, aber nicht seine Glaubwürdigkeit."

Künast verteidigte zudem den "Lügner"-Vorwurf ihres niedersächsischen Parteikollegen Stefan Wenzel. "Es gibt keinen Grund, sich davon zu distanzieren", sagte sie dem Sender. Der niedersächsische Landtag habe schon vor Jahren versucht, Aufklärung zu betreiben und habe "immer nur einen Teil der Wahrheit" bekommen. Wenn man nicht alles systematisch darstelle, "dann wird man eben als 'Lügner' bezeichnet", sagte Künast weiter. "Das empfinden, glaube ich, mittlerweile viele Menschen in diesem Land so."

Auch der niedersächsische Grünen-Fraktionschef Wenzel steht zu seinem Vorwurf. Zugleich schränkte er am Montag im ZDF-"Morgenmagazin" ein, er "würde die Bemerkung nicht unbedingt wiederholen". Er suche "keine persönliche Auseinandersetzung" mit dem Bundespräsidenten, sondern Aufklärung über die Vorgänge während Wulffs Amtszeit als niedersächsischer Ministerpräsident Wenzel hatte Wulff als "Lügner" bezeichnet, nachdem die Neue Presse berichtet hatte, dass entgegen früherer Angaben die niedersächsische Landesregierung sich doch finanziell für die umstrittene Veranstaltungsreihe "Nord-Süd-Dialog" engagiert habe.