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Deutschland/Welt Heftige Kritik an grüne Köhler-Wählerin aus Hannover
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Heftige Kritik an grüne Köhler-Wählerin aus Hannover
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16:09 25.05.2009
Silke Stokar ist in der eigenen Partei unter Beschuss, weil sie den schwarz-gelben Bundespräsidenten-Kandidaten Horst Köhler gewählt hat.
Silke Stokar ist in der eigenen Partei unter Beschuss, weil sie den schwarz-gelben Bundespräsidenten-Kandidaten Horst Köhler gewählt hat.
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Berlin. Stokar war zuletzt bei der Listenaufstellung für den nächsten Bundestag in Niedersachsen gescheitert. Bei der Bundespräsidentenwahl am Wochenende hatte die Grünen-Politikerin - gegen den Kurs ihrer Partei - für den Amtsinhaber Horst Köhler gestimmt.

Trittin betonte, Stokars Fall sei anders als jener der Grünen-Politikerin Uschi Eid, die sich schon lange vor der Wahl offen gehalten hatte, ihre Stimme an Köhler zu geben. „Das respektieren wir auch“, sagte Trittin. Stokar habe dagegen völlig überraschend gehandelt und damit gegen die Abmachung verstoßen, Bedenken am Kurs der Grünen vor der Wahl anzumelden. Die Fraktionsführung hatte empfohlen, die SPD-Kandidatin Gesine Schwan zu wählen oder sich im Zweifel zu enthalten.

An diese Vorgabe habe sie sich nicht gebunden gefühlt, sagte Stokar der „Süddeutschen Zeitung“. „Ich wollte bei der Bundespräsidentenwahl keine Verabredungen mit der Linkspartei“, begründete die Abgeordnete aus Hannover ihre Entscheidung. Sie sei sicher, dass weitere Vertreter der Grünen so gehandelt hätten, wollte aber keine Namen nennen. Grünen-Chefin Claudia Roth widersprach dem. „Uns liegen keine weiteren Namen vor“, betonte sie. Köhler wurde mit 613 Simmen gewählt. Das ist die knappstmögliche absolute Mehrheit der 1224 Mitglieder der Bundesversammlung.