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Deutschland/Welt Hannover: Rekorde bei VWN in Stöcken
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Hannover: Rekorde bei VWN in Stöcken
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18:39 14.03.2012
Von Inken Hägermann
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VW-Mitarbeiterin Sandra Kupilaf (25) arbeitet am Amarok. Quelle: Rainer Dröse
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Hannover

Denn Harald Schomburg, als Vertriebsvorstand mitverantwortlich für die glänzende Entwicklung der Marke, wird den VW-Konzern verlassen.

"Ich bedanke mich für die tolle Leistung", sagte VWN-Chef Wolfgang Schreiber bei der Präsentation der 2011er-Zahlen. Schomburg habe "sechs sehr erfolgreiche Jahre" bei VWN hinter sich. "Alles Gute für die neue Aufgabe, lieber Harry", wünschte Schreiber seinem Noch-Kollegen. Schomburg selbst nahm es gelassen: "Ich bin der dienstälteste Vertriebsvorstand im Konzern. Da wird es Zeit, mal etwas Neues zu machen", sagte er. Gern sieht man seinen Weggang in Stöcken nicht: Der Vertriebsexperte gilt als kompetent, engagiert und erfolgreich.

Anfang April kommt sein Nachfolger, der Niederländer Bram Schot. Laut Insidern gab es Differenzen zwischen Schomburg und dem Konzernvertriebsvorstand Christian Klingler.

Der Neue wird es schwer haben, an die Ergebnisse anzuknüpfen: 2011 konnte VWN mit 528810 Autos erstmals mehr als eine halbe Million leichte Nutzfahrzeuge verkaufen (plus 21,4 Prozent). Der Umsatz kletterte um 21,5 Prozent auf die Bestmarke von fast neun Milliarden Euro, das operative Ergebnis verdoppelte sich auf 449 Millionen Euro.

Ein Topseller war der Caddy, der eine Steigerung von fast 25 Prozent auf 161000 Auslieferungen hinlegte. Besonders beliebt ist der Stadtlieferwagen in Deutschland: Mit einem Marktanteil von 49,3 Prozent ist er seit Jahren Marktführer.Im europäischen Vergleich erreichte der Caddy 2011 mit einem Anteil von 21,8 Prozent erstmals die Spitzenposition.

Der Pick-up Amarok, der ab Juni auch in Hannover vom Band läuft (siehe rechts), steigerte die Verkäufe sogar um 196 Prozent auf 66500 Fahrzeuge weltweit. Dauerbrenner sind der T5 (plus 5,2 Prozent, 156000 Fahrzeuge) und der Crafter (plus 5,7 Prozent, 39600 Fahrzeuge).

2012 wollen sich die "Nutzis" wegen der schwächelnden Autokonjunktur in Europa auch auf Märkte wie Russland, Asien, Südamerika und Afrika stürzen. Die Auftragsbücher seien "gut gefüllt", sagte Schomburg. "Wir wollen noch einmal deutlich wachsen 2012", ergänzte Schreiber.

Aktuell arbeiten bei VWN in Stöcken 12600 Beschäftigte, weltweit sind es 17000.