Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Generalstreik gegen Sparpläne legt Griechenalnd lahm
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Generalstreik gegen Sparpläne legt Griechenalnd lahm
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:02 24.02.2010
Stillstand in Griechenland. Quelle: ap
Anzeige

Seit Mitternacht steht der Flug- und Fährverkehr still. Zahlreiche Bahnverbindungen sind unterbrochen. In der Hauptstadt Athen fahren hingegen weiterhin die Busse, um die Streikenden zu Kundgebungen ins Stadtzentrum zu bringen. Dazu ist auch eine U-Bahn-Linie im Betrieb. Auch in anderen Großstädten Griechenlands wurden Streiks angekündigt, darunter in Thessaloniki.

Der Generalstreik dürfte dazu führen, dass an Schulen, Gerichten, in Verwaltungen, Banken und Krankenhäusern nur eingeschränkt gearbeitet wird. Selbst Nachrichten bleiben den Griechen am Mittwoch vorenthalten, da auch die Journalistengewerkschaft zum Streik aufgerufen hat. Am Donnerstag erscheinen deshalb keine Zeitungen.

Aufgerufen zu dem Streik haben unter anderem der Gewerkschaftsbund GSEE mit einer Million Mitgliedern und der Beamtenbund Adedy mit 300.000 Mitgliedern sowie die Gewerkschaften der Seeleute und der Bankbediensteten. Der Streik richtet sich gegen geplante Sparmaßnahmen der Regierung von Ministerpräsident Giorgos Papandreou, die so die Haushaltskrise des Landes meistern will. Die Regierung wird von der EU wegen der hohen Verschuldung zu drastischen Einsparungen gedrängt, etwa zur Streichung des 14. Monatsgehaltes.

afp/ap

Mehr zum Thema

Die politischen Spitzen der EU haben sich auf einen Rettungsplan für das schuldengeplagte Griechenland geeinigt. „Griechenland wird nicht allein gelassen. Aber es gibt Regeln, die müssen auch eingehalten werden. Und auf dieser Grundlage werden wir eine Erklärung verabschieden", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

11.02.2010

Die Bundesregierung arbeitet einem Pressebericht zufolge an einem Rettungspaket für Griechenland, um der dortigen Schuldenkrise zu begegnen. Oberste Priorität habe „ein stabiler Euro“, sagte der stellvertretende Unionsfraktions-Chef Michael Meister der „Financial Times Deutschland“.

09.02.2010

Der deutsche Außenminister in Athen: Das wäre noch vor einigen Wochen ein ziemlich normaler Besuch gewesen. Aber jetzt ist nichts mehr normal in Griechenland. Denn Griechenland droht finaziell zu kippen.

01.02.2010