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Deutschland/Welt Ex-General Kießling gestorben
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Ex-General Kießling gestorben
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13:29 28.08.2009
Mit dem damaligen Verteidigungsminister Manfred Wörner: Bundeswehr-General Güner Kießling
Mit dem damaligen Verteidigungsminister Manfred Wörner: Bundeswehr-General Güner Kießling
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Kießling sei in der Nacht zu Freitag im Alter von 83 Jahren in seinem Heimatort Rendsburg (Schleswig-Holstein) gestorben, bestätigte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Freitag in Berlin.

Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) sagte, mit Kießling sei „einer der ranghöchsten und profiliertesten Offiziere der Bundeswehr gestorben.“ Der frühere General, der 1926 vom Bundesgrenzschutz zur Bundeswehr gewechselt sei, habe „in seiner beeindruckenden militärischen Karriere eine Vielzahl von hohen und höchsten Verwendungen im In- und Ausland“ durchlaufen, betonte Jung weiter. Seine „Verwendung als Stellvertreter des obersten alliierten Befehlshabers in Europa“ bezeichnete der Minister als „Höhepunkt“ in Kießlings Laufbahn.

Jung fügte hinzu: „Auch nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst blieb er der Bundeswehr als geschätzter Ratgeber und treuer Begleiter verbunden. Wir werden ihn als herausragenden Soldaten in Erinnerung behalten, der sich bleibende Verdienste in unserem Vaterland erworben hat.“

Für Schlagzeilen sorgte im Jahr 1984 die sogenannte „Kießling-Affäre“. Der Vier-Sterne-General war in den Verdacht geraten, regelmäßiger Gast in zwei Altstadt-Schwulenkneipen gewesen zu sein. Daraufhin wurde der General vom damaligen Verteidigungsminister Manfred Wörner (CDU) als Sicherheitsrisiko eingestuft und vorzeitig in den Ruhestand geschickt worden. Später wurde er auf öffentlichen Druck hin rehabilitiert. ddp