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Deutschland/Welt England darf Wikileaks-Chef Assange an Schweden ausliefern
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15:13 24.02.2011
Wikileaks-Chef Assange auf dem Weg zum Belmarsh Magistrates Courts in London.
Wikileaks-Chef Assange auf dem Weg zum Belmarsh Magistrates Courts in London. Quelle: dpa
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Wikileaks-Gründer Julian Assange hat den Kampf gegen seine Auslieferung an Schweden zunächst verloren. Ein Gericht entschied am Donnerstag in London, dass der 39 Jahre alte Australier auf der Grundlage eines EU-weiten Haftbefehls nach Schweden gebracht werden darf.

Die schwedische Justiz verdächtigt Assange unter anderem der Vergewaltigung, hat aber bisher keine Anklage gegen ihn erhoben. Assange, dessen Enthüllungsplattform mit der Veröffentlichung von Geheimdokumenten weltweit für Aufsehen gesorgt hat, bestreitet die Vorwürfe und vermutet politische Motive hinter seiner Strafverfolgung. Richter Howard Riddle schloss eine solche Verkettung jedoch aus.

Die Anwälte von Julian Assange kündigten umgehend Berufunggegen die Entscheidung des Belmarsh Magistrates Courts an. Dazu haben sie nun sieben Tage Zeit. Das Gericht muss dann in weiteren 40 Tagen entscheiden, ob es die Berufung annimmt.

Zumindest bis zu dieser Entscheidung kann Assange vorerst in Großbritannien bleiben, wo er im Dezember zunächst inhaftiert worden war, wenig später aber gegen Kaution freikam und seitdem unter strengen Auflagen auf dem Anwesen eines Freundes lebt.

Unklar war zunächst, ob die britische Staatsanwaltschaft nun versuchen wird, die Freilassung auf Kaution bis zur Entscheidung über die Berufung anzufechten. In diesem Fall könnte Assange erneut britische Haft drohen.

dpa

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