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Deutschland/Welt Dutschke vermutete offenbar Stasi hinter Anschlag auf ihn
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Dutschke vermutete offenbar Stasi hinter Anschlag auf ihn
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08:33 26.05.2009
Der Kopf des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS), Rudi Dutschke, mit Rudolf Augstein (rechts), dem Gründer des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ am 24.11.1967 waehrend einer Diskussion im Auditorium Maximum der Hamburger Universität.
Der Kopf des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS), Rudi Dutschke, mit Rudolf Augstein (rechts), dem Gründer des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ am 24.11.1967 während einer Diskussion im Auditorium Maximum der Hamburger Universität. Quelle: Der Spiegel/Claudia Winkler/ddp
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Das gehe aus einem Schreiben hervor, das der 1979 an den Spätfolgen des Attentats gestorbene westdeutsche Studentenführer seiner Familie hinterlassen habe, erklärte Marek Dutschke in der "Bild"-Zeitung.

Nach den Enthüllungen über eine Stasi-Mitarbeit des Ohnesorg-Todesschützen Karl-Heinz Kurras forderte Marek Dutschke die Birthler-Behörde auf, auch nach einem möglichen Stasi-Hintergrund des Dutschke-Attentäters Josef Bachmann zu suchen. Rudi Dutschke hatte seinem Sohn zufolge mit dem Attentäter später Briefkontakt.

Nach Angaben seines Sohns hinterließ Rudi Dutschke seiner Frau Gretchen ein Schreiben, das sie erst nach seinem Tod öffnen sollte. Darin habe sein Vater die Vermutung geäußert, "dass hinter dem Anschlag auf ihn das MfS gesteckt haben könnte". "Die DDR, so mein Vater, habe damals gefürchtet, dass der antiautoritäre Sozialismus, für den Rudi stand, auf den anderen Teil Deutschlands überschwappen könnte", erklärte sein Sohn in "Bild".

afp

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