Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Deutsche Airlines mussten 2018 mehr CO₂-Zertifikate zukaufen
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Deutsche Airlines mussten 2018 mehr CO₂-Zertifikate zukaufen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:15 14.09.2019
Deutsche Fluglinien mussten 2018 deutlich mehr Geld für den Zukauf von CO₂-Zertifikaten aufwenden. Quelle: imago images / Arnulf Hettrich
Berlin

Deutsche Fluggesellschaften mussten im vergangenen Jahr im Zuge des europäischen Emissionshandels 5,8 Millionen CO₂-Zertifikate zukaufen. Das geht aus der Antwort des Bundesumweltministeriums auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. 2017 mussten die Unternehmen noch 4,0 Millionen Zertifikate zusätzlich erwerben. 2016 waren es 4,2 Millionen. 2015 wurden 3,8 Millionen zugekaufte Emissionsrechte gezählt – nach 3,7 Millionen im Jahr 2014.

Seit 2012 ist der Flugverkehr innerhalb Europas in den EU-Emissionshandels einbezogen. Mit dem System sollen die CO₂-Emissionen in diesem Bereich auf den Wert des Jahres 2005 begrenzt werden. Eine entsprechende Menge an Verschmutzungsrechten wird den Unternehmen kostenlos zugeteilt. Für CO₂-Emissionen, die darüber hinausgehen, müssen die Airlines Zertifikate zukaufen – etwa von Kraftwerksbetreibern. Dabei berechtigt ein Zertifikat zum Ausstoß einer Tonne Kohlendioxid.

Lesen Sie auch: CDU will Inlandsflüge mit Luftverkehrssteuer deutlich verteuern

Preis pro Zertifikat gestiegen

Der durchschnittliche Preis pro Zertifikat ist laut Bundesumweltministerium zuletzt deutlich gestiegen – von 7,60 Euro im Jahr 2014 auf 14,90 Euro im vergangenen Jahr. Einen größeren Teil ihrer Emissionsrechte dürften deutsche Airlines in anderen Ländern Europas gekauft haben. Der Regierungsantwort zufolge hat die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) 16,3 Millionen Euro im Jahr 2018 eingenommen.

Die künftige Vorsitzende der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, hatte zuletzt vorgeschlagen, den Luftfahrtunternehmen nach und nach weniger kostenlose Zertifikate zuzuteilen. Diese Pläne habe die Bundesregierung „mit Interesse“ zur Kenntnis genommen, so das Umweltministerium.

FDP-Verkehrspolitiker Bernd Reuther sagte dem RND, der Zertifikatehandel müsse das zentrale Instrument für die Erreichung der Klimaziele im Luftverkehr bleiben. „Er schafft Planungssicherheit und eine verlässliche CO₂-Reduktion“, so der FDP-Politiker weiter. „Gleichzeitig muss verstärkt in die Marktreife von synthetischen Kraftstoffen investiert werden.“

Mehr lesen: „Flugscham“: Wie das Fliegen grüner werden kann

Von Rasmus Buchsteiner/RND

Rund 4000 Kinder werden jährlich in Deutschland adoptiert. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) plant einen Rechtsanspruch auf Adoptionsbegleitung für alle Beteiligte - die leiblichen Eltern, die Adoptiveltern sowie die Kinder. Dafür will sie die Strukturen der Adoptionsvermittlungsstellen stärken.

05:00 Uhr

Hat Deutschland sich in Sachen Migration und Flüchtlinge politisch richtig aufgestellt? FDP-Chef Christian Lindner fordert einen härteren Kurs – mit Zurückweisung von Asylbewerbern an der gesamten deutschen Grenze. Er warnt Angela Merkel vor Entscheidungen, die er als Schritt in die falsche Richtung ansieht.

11:11 Uhr

Er ist nicht ganz unschuldig am Brexit-Votum und hat lange geschwiegen. Doch nun kritisiert der frühere Premierminister David Cameron den Kurs seines Nach-Nachfolgers Boris Johnson.

13.09.2019