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Deutschland/Welt Debatte um Westerwelle beeinflusst Wahlverhalten kaum
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Debatte um Westerwelle beeinflusst Wahlverhalten kaum
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12:14 17.03.2010
Außenminister Guido Westerwelle (FDP)
Außenminister Guido Westerwelle (FDP) Quelle: dpa (Archiv)
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Die Debatte um die Amtsführung von Außenminister Guido Westerwelle (FDP) hat laut stern-RTL-Wahltrend kaum Auswirkungen auf die Zustimmung der Deutschen zu den politischen Parteien. In der am Mittwoch veröffentlichten Forsa-Umfrage kommt die FDP wie in der Vorwoche auf acht Prozent. Damit liegt sie aber weiter deutlich unter ihrem Bundestagswahl-Ergebnis von 14,6 Prozent. Die Union gewinnt einen Punkt und kommt auf 34 Prozent. Die Opposition kann von der Westerwelle-Diskussion nicht profitieren: Die SPD stagniert bei 23 Prozent, die Linke fällt um einen Punkt auf elf Prozent, die Grünen liegen zum vierten Mal in Folge bei 16 Prozent.

Mit zusammen 50 Prozent haben die drei Oppositionsparteien der Umfrage zufolge einen Vorsprung von acht Punkten auf das schwarz-gelbe Regierungslager, das auf 42 Prozent kommt. Auf die Frage, wen sie als Kanzler wählen würden, stimmten in der Umfrage 57 Prozent für Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU). Für SPD-Chef Sigmar Gabriel votierten nur 21 Prozent der Befragten.

In einer weiteren Forsa-Umfrage für die neue Ausgabe des „Stern“ sprach sich eine Mehrheit der Bundesbürger dagegen aus, dass Westerwelle seinen Lebenspartner regelmäßig auf Dienstreisen mitnimmt. Demnach finden es 53 Prozent aller Befragten nicht in Ordnung, wenn Westwelles Lebensgefährte Michael Mronz den Minister ins Ausland begleitet. 38 Prozent sehen darin kein Problem. Auch FDP-Sympathisanten sind der Umfrage zufolge in dieser Frage gespalten: 47 Prozent der FDP-Anhänger halten die Teilnahme von Mronz an Ministerreisen für grundsätzlich in Ordnung, 46 Prozent nicht.

afp

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