Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt 18-Jähriger verbreitet Live-Video von Anschlag – und wird angeklagt
Nachrichten Politik Deutschland/Welt 18-Jähriger verbreitet Live-Video von Anschlag – und wird angeklagt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:12 18.03.2019
Erhöhte Polizeipräsenz nach dem Anschlag in Christchurch. Quelle: Getty Images
Melbourne

Als der rechtsextreme Australier Brenton T. zwei Moscheen in Christchurch stürmt und das Feuer auf die Gläubigen eröffnet, zückt ein junger Mann sein Handy und startet eine Live-Übertragung. Nun ist der 18-Jährige vor Gericht angeklagt worden.

Ihm drohen für sein Facebook-Video und wegen der Veröffentlichung eines Fotos der Moschee und dem Satz „Ziel erreicht“ bis zu 14 Jahre pro Anklagepunkt. In weiteren Chat-Nachrichten habe er darüber hinaus zu „extremer Gewalt angestachelt“.

18-Jähriger sitzt in Untersuchungshaft

Der 18-Jährige war bereits am Freitag festgenommen worden und sitzt in Untersuchungshaft. Mit der Bluttat soll er nach Angaben der Polizei sonst nicht in Verbindung stehen. Eine Freilassung auf Kaution wurde am Montag verweigert. Am 8. April soll der Jugendliche erneut vor den Richter treten.

In Christchurch auf Neuseelands Südinsel hatte am Freitag der Australier Brenton Tarrant auf die Besucher von zwei Moscheen geschossen und dabei 50 Menschen getötet. Die Tat hatte der Rechtsextremist mit einer Helm-Kamera live ins Internet übertragen.

Mehr zum Thema Christchurch

Nachricht: Terroranschlag auf Moscheen – Tatverdächtiger wird Haftrichter vorgeführt

Bericht: Merkel und Steinmeier erschüttert über Anschläge in Neuseeland

Bericht: Zentralrat der Muslime warnt vor Anschlag in Deutschland

Bericht: Wie sich Australiens Gesellschaft gegen Muslime radikalisiert

Analyse: Wie radikalisierte sich der Attentäter?

Erklärer: Warum wir keine Bilder vom Attentäter zeigen

Bericht: Christchurch: Mann warf sich in die Schusslinie und starb

Bericht: Facebook entfernt 1,5 Millionen Videos vom Anschlag in Christchurch

Von RND/dpa/lf

Die „Gelbwesten“ haben am Wochenende wieder lautstark protestiert. In Paris wurde geplündert und gezündelt, während Präsident Emmanuel Macron Ski fuhr. Die Regierung steht nun in der Kritik – und räumt Fehler ein.

18.03.2019

Als Verfassungsschutzchef positionierte sich Hans-Georg Maaßen in der Debatte um die rechtsextremen Ausschreitungen in Chemnitz gegen die Bundesregierung. Er verlor seinen Job. Nun tritt er als CDU-Mitglied auf und fordert das Ende der Koalition.

18.03.2019

Der Attentäter von Christchurch hat seinen Pflichtverteidiger entlassen und will sich nun offenbar selbst verteidigen. Derweil beriet das Kabinett Neuseelands über eine Verschärfung der Waffengesetze.

18.03.2019