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Deutschland/Welt China bestätigt erstmals Hinrichtung von Tibetern nach Unruhen
Nachrichten Politik Deutschland/Welt China bestätigt erstmals Hinrichtung von Tibetern nach Unruhen
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12:56 27.10.2009
Ein Junge protestiert gegen das Vorgehen Chinas gegenüber den Tibetern.
Ein Junge protestiert gegen das Vorgehen Chinas gegenüber den Tibetern. Quelle: afp
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Menschenrechtsgruppen warfen den chinesischen Behörden vor, vier Tibeter wegen Beteiligung an den Unruhen in Tibet erschossen zu haben. Über die beiden von ihm bestätigten Fälle hinaus seien ihm keine weiteren bekannt, sagte Ma dazu. Die Behörden in der tibetischen Hauptstadt Lhasa wollten auf wiederholte Nachfragen der Nachrichtenagentur AFP keine weiteren Auskünfte erteilen.

Die Unruhen in Lhasa und anderen Gebieten Tibets kamen für die chinesischen Behörden insbesondere deshalb ungelegen, weil die Olympischen Sommerspiele in Peking bevorstanden. Die Regierung machte das geistliche Oberhaupt der Tibeter, den im Exil lebenden Dalai Lama, für den Ausbruch der Unruhen verantwortlich.

Nach offizieller chinesischer Darstellung wurden von den Aufständischen 21 Menschen getötet, chinesische Sicherheitskräfte töteten ihrerseits einen Aufständischen. Die tibetische Exil-Regierung hingegen erklärte, mehr als 200 Tibeter seien bei der Niederschlagung der anti-chinesischen Proteste getötet worden.

afp