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Deutschland/Welt Bundeswehr nimmt Abschied von getöteten Soldaten
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Bundeswehr nimmt Abschied von getöteten Soldaten
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12:32 02.07.2009
Die Bundeswehr hat in Bad Salzungen Abschied von drei getöteten Soldaten genommen. Quelle: Norbert Millauer/ddp
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Für ihren Tod trügen die Bundesregierung und der Bundestag die Verantwortung und seien eine Antwort schuldig. Diese sei klar und eindeutig: „Wir sind in Afghanistan, weil wir die Sicherheit der Bürger Deutschlands schützen“, sagte Jung.

Er fügte hinzu: „In Afghanistan dienen wir dem Frieden der Welt, in dem wir das Übel des Terrorismus an seiner Quelle bekämpfen.“ Diejenigen, die jetzt an Rückzug dächten, würden Afghanistan wieder in die Hände der Taliban geben. „Wir werden daher in unserem Engagement nicht nachlassen“, betonte Jung.

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Die aus Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg stammenden Soldaten waren am 23. Juni bei einer gemeinsamen Operation deutscher und afghanischer Sicherheitskräfte nahe Kundus unter Beschuss geraten. Bei einem Ausweichmanöver stürzte ihr Transportpanzer in ein Flussbett. Zwei Soldaten waren sofort tot, ein weiterer erlag wenig später seinen schweren Verletzungen.

Die Gefallenen, drei Hauptgefreite im Alter zwischen 21 und 23 Jahren, gehörten dem Panzergrenadierbataillon 391 in Bad Salzungen an. Einer von ihnen war kurz vor dem Einsatz vom Fallschirmjägerbataillon Zweibrücken in Rheinland-Pfalz nach Thüringen abkommandiert worden. Die Särge der Soldaten waren am Samstag nach Deutschland überführt worden, nachdem die Kameraden im Feldlager in Kundus Abschied von den Getöteten genommen hatten.

Seit Beginn des Isaf-Einsatzes im Jahr 2002 sind 35 Bundeswehrsoldaten in Afghanistan umgekommen, darunter viele bei Attentaten.

ddp