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Deutschland/Welt In Deutschlands Flüssen und Seen leben immer weniger Aale
Nachrichten Politik Deutschland/Welt In Deutschlands Flüssen und Seen leben immer weniger Aale
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05:00 26.04.2019
In Deutschlands Binnengewässern gibt es immer weniger Aale. Die wenigsten kommen auf natürliche Weise aus dem Meer, die meisten werden ausgesetzt. Quelle: Philipp Schulze/dpa
Berlin

In Deutschlands Flüssen und Seen leben immer weniger Aale. Das geht aus der Antwort des Bundeslandwirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsabgeordneten Steffi Lemke hervor, die dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Seit 1995 sind die Bestände in den deutschen Binnengewässern demnach um rund drei Viertel zurückgegangen – von 34.000 Tonnen auf 7500 Tonnen im Jahr 2016.

Hintergrund ist, dass immer weniger Aale natürlich in deutsche Gewässer wandern. 1985 waren es noch circa 23 Millionen Jungfische, 2016 nur noch circa drei Millionen. Der überwiegende Teil der vorkommenden Jungaale wird heutzutage in deutsche Flüsse eingesetzt.

Laut Bundesregierung kann keine „einzelne ausschlaggebende Ursache für den drastischen Bestandsrückgang“ benannt werden. Als mögliche Faktoren würden unter anderem intensive Fischerei, Lebensraumverlust, Umweltverschmutzung sowie negative Effekte des Klimawandels diskutiert.

Grünen-Expertin Lemke sagte dem RND, der europäische Aal sei vom Aussterben bedroht. „Vor 20 Jahren gab es in Deutschland noch mehr als viermal so viele Aale wie heute, und die Bestände sinken weiter in dramatischem Ausmaß. Innerhalb von zehn Jahren haben sich die Bestände halbiert“, sagte die Bundestagsabgeordnete. „Wenn diese Entwicklung anhält, wird dieser besondere Fisch nicht mehr in freier Natur zu finden, geschweige denn zu kaufen oder zu genießen sein.“

Die Bundesregierung müsse sich dringend für einen stärkeren Schutz des Aals einsetzen, damit die Bestände sich erholen könnten: „Es ist offensichtlich, dass die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen, um den Aal vor dem Aussterben zu bewahren.“

Lesen Sie auch: Artensterben: „Erholung braucht Millionen von Jahren“

Von Rasmus Buchsteiner/RND

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