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Deutschland/Welt Brexit-Chaos macht Überweisungen nach Großbritannien teurer
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Brexit-Chaos macht Überweisungen nach Großbritannien teurer
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10:30 18.10.2019
Britische Pfund-Noten: Versteckte Aufschläge beim Wechselkurs.
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Berlin

Die Brexit-Unsicherheit kommt Verbraucher und Wirtschaft teuer zu stehen. Die Preise für Überweisungen von Deutschland nach Großbritannien haben in den vergangenen Monaten spürbar angezogen.

Laut einer noch unveröffentlichten Untersuchung des Marktforschungsunternehmens Consumer Intelligence sind die Kosten für eine Transaktion nach Großbritannien bei den fünf größten Finanzinstituten in Deutschland in den letzten drei Monaten um durchschnittlich 17 Prozent gestiegen.

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Einzelne Institute verlangten im Vergleich zum Juli dieses Jahres 25 Prozent mehr Gebühren für Geldtransfers auf die britischen Inseln. Die Studie im Auftrag des Finanzdienstleisters Transfer Wise liegt dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) exklusiv vor.

Wie die Banken die Gebühren verstecken

Die Marktforscher haben analysiert, wie viel Geld Verbraucher für eine Überweisung von 1000 Euro bei den verschiedenen Anbietern zahlen müssen. Die analysierten Kosten setzen sich aus den offiziellen Überweisungsgebühren und dem versteckten Kostenaufschlag auf den Wechselkurs zusammen. Während die Grundgebühr bei den verglichenen Instituten unverändert geblieben ist, hat sich der versteckte Aufschlag auf den Wechselkurs zum Teil um mehr als 500 Prozent erhöht. Die Kostenspanne für Überweisungen von 1000 Euro nach Großbritannien reichte von 19,79 Euro bis 30,71 Euro pro Transaktion.

„Im Vorfeld des Brexits haben die Banken und Finanzdienstleister ihre Preise angezogen – und dabei wollen sie unentdeckt bleiben“, sagte Kristo Käärmann, Mitgründer und Geschäftsführer von Transfer Wise, dem RND. „Während die offizielle Gebühr unverändert bleibt, schrauben sie heimlich am Wechselkurs und schlagen beträchtliche Mehrkosten auf. Statt vom guten Kurs zu profitieren, zahlen Verbraucher nun sogar noch mehr.“

Von Andreas Niesmann/RND