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Deutschland/Welt Brett Kavanaugh wehrt sich gegen Vorwurf des sexuellen Übergriffs
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Brett Kavanaugh wehrt sich gegen Vorwurf des sexuellen Übergriffs
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17:56 17.09.2018
Brett Kavanaugh in Washington. Quelle: Alex Brandon/AP
Washington

Der Kandidat für das Amt des Richters am Obersten Gerichtshof der USA, Brett Kavanaugh, hat den Vorwurf eines sexuellen Übergriffs erneut zurückgewiesen. Das Weiße Haus veröffentlichte am Montag eine Stellungnahme des Kandidaten, in der es hieß, diese Anschuldigung sei falsch. Er habe niemals jemandem das angetan, was ihm vorgeworfen werde.

Er, Kavanaugh, sei bereit, vor dem Justizausschuss des Senats zu sprechen, um die falsche Anschuldigung von vor 36 Jahren zu widerlegen und seine Integrität zu verteidigen, hieß es weiter. Kurz nachdem das Weiße Haus Kavanaughs Stellungnahme veröffentlicht hatte, wurde Kavanaugh beim Betreten des West Wing gesehen. Wen er dort traf, war unklar.

Votum im Justizausschuss zur Kandidatur am Donnerstag

Die Psychologieprofessorin Christine Blasey Ford hatte der „Washington Post“ vom Sonntag gesagt, Kavanaugh und ein Freund hätten sie in den frühen 80er Jahren während einer Party in einem Haus in Maryland in einem Schlafzimmer festgehalten, als sie etwa 15 und Kavanaugh etwa 17 gewesen seien. Kavanaugh habe sie aufs Bett gedrückt und versucht, ihr die Kleider auszuziehen. Sie habe versucht zu schreien, aber Kavanaugh habe ihr den Mund zugehalten. Ford konnte nach eigenen Angaben entkommen, als der Freund auf sie beide gesprungen sei und alle zu Boden gegangen seien.

Ford hatte sich zunächst in einem Brief an die Demokraten gewandt und ihr Erlebnis geschildert. Über den Inhalt des Briefes wurde in den Medien berichtet, allerdings ohne den Namen der Frau. Kavanaugh erklärte, er habe keine Ahnung gehabt, wer die Anschuldigung gegen ihn erhebe, bis sie sich zu erkennen gegeben habe.

Für Donnerstag steht im Justizausschuss des Senats ein Votum zur Frage an, ob das gesamte Plenum Kavanaugh als neuen Richter am Obersten Gericht bestätigen soll. Erste republikanische Senatoren forderten bereits, den Termin zu verschieben und zunächst Ford anzuhören.

Von RND/AP