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Deutschland/Welt Bettina Wulff besucht Springer
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16:57 09.01.2012
Bettina Wulff war ein gefragter Gast beim "Hamburger Abendblatt".
Bettina Wulff war ein gefragter Gast beim "Hamburger Abendblatt". Quelle: dpa
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Hamburg

Die Frau des Bundespräsidenten, Bettina Wulff (38), hat keine Berührungsängste mit dem Springer-Medienhaus. Trotz der Auseinandersetzung ihres Mannes Christian Wulff (52) mit der "Bild"-Zeitung war sie zur Überraschung Vieler am Montag prominenter Gast beim Neujahrsempfang des "Hamburger Abendblatts". Es gehört ebenso wie das Boulevardblatt zu Springer.

Bettina Wulff mischte sich unter die Gäste der Veranstaltung in der Hansestadt und war gefragtes Motiv für die Fotografen. Lächelnd schüttelte die erste Frau im Staat unzählige Hände zur Begrüßung und bahnte sich selbstbewusst ihren Weg durch die dichte Menschenmenge. Der streitbare FDP-Fraktionschef im schleswig-holsteinischen Landtag, Wolfgang Kubicki, war beeindruckt: "Ich bin sehr überrascht, dass Frau Wulff heute hier ist. Das zeugt von Souveränität", zitierte ihn abendblatt.de Nach der Kredit- und Medienaffäre erhofft sich Frau Wulff, dass wieder Ruhe für ihre Familie einkehrt und sie gemeinsam mit ihrem Mann ihren Aufgaben nachgehen kann. Zur Affäre sei alles gesagt, gab abendblatt.de die Frau des Bundespräsidenten wieder. Sie freue sich in Hamburg zu sein, "in einer Stadt, in der der Bürgersinn gelebt wird", sagte sie. Sie wünsche sich, dass sich viele Menschen ehrenamtlich engagierten.

Zu den Gästen aus Politik, Kultur, Medien und Sport gehörten auch Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) sowie seine sozialdemokratischen Amtsvorgänger Henning Voscherau und Klaus von Dohnanyi. Ex-Bürgermeister Ole von Beust (CDU) war ebenso gekommen wie Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU). Die EU war mit Kommissar Günther Oettinger vertreten. Das "Hamburger Abendblatt" erinnert in diesem Jahr mit mehreren Aktionen an seinen Gründer Axel Springer (1912-1985) . Es gebe wohl keine Zeitung, die Springer so geliebt habe, wie das "Hamburger Abendblatt", sagte Chefredakteur Lars Haider in seiner Rede.

Die Zeitung war im Oktober 1948 erstmals erschienen und sei heute mehr als eine Marke. "Das 'Hamburger Abendblatt' ist ein Stück Hamburg, wie der Hafen oder die Alster, ein Lebensgefühl", sagte Haider. Er erinnerte an Springers Motto "Mit der Heimat im Herzen die Welt umfassen", das immer noch gelte. Der Chefredakteur kündigte an, den Leser-Interessen mehr Platz im Blatt einräumen zu wollen. An erster Stelle interessiere vor allem alles, was mit Altbundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) zu tun habe. "Sie wissen, unser eigentliches Staatsoberhaupt." Drei weitere Themen werden das Jahr 2012 seiner Ansicht nach in Hamburg bestimmen: bezahlbarer Wohnraum, Schulpolitik und das Schicksal der kostenträchtigen Elbphilharmonie.