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Deutschland/Welt Berichte: Ermittlungen wegen Spionageverdachts bei Airbus
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Berichte: Ermittlungen wegen Spionageverdachts bei Airbus
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12:17 19.09.2019
Airbus baut für das deutsche Militär nicht nur Flugzeuge wie diesen Airbus A400M, sondern stellt auch Kommunikationstechnologie her. Quelle: imago images/Björn Trotzki
München

Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus hat nach eigenen Angaben deutsche Behörden über den möglicherweise rechtswidrigen Umgang von Mitarbeitern mit Kundendokumenten informiert. Diese stünden im Zusammenhang "mit zwei künftigen deutschen Beschaffungsprojekten der Programme Line Communications, Intelligence and Security", teilte das Unternehmen am Mittwochabend mit.

Wie aus einer der Deutschen Presse-Agentur dpa vorliegenden Unterrichtung der Obleute im Verteidigungsausschuss des Bundestags durch das Verteidigungsministerium hervorgeht, wurde das Ministerium am Dienstag darüber informiert, dass sich das Unternehmen im Besitz von Planungsdokumenten zu zwei künftigen Beschaffungsvorhaben der Bundeswehr befindet. Es bestehe der Verdacht, dass sich Mitarbeiter die Unterlagen aus dem Bereich der Bundeswehr beschafft hätten. Der Konzern habe den Sachverhalt auch der Staatsanwaltschaft München mitgeteilt. Laut "Bild"-Zeitung und "Spiegel Online" ermittelt diese nun. Die Staatsanwaltschaft war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

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Laut Medienbericht bereits mehrere Mitarbeiter freigestellt

Wie die "Bild" ohne nähere Quellenangaben berichtete, wurden am Dienstag rund zwanzig Angestellte des Konzerns freigestellt. Akten und Computer seien sichergestellt worden. Demnach habe auch die Bundeswehr bereits disziplinarische Schritte gegen einen Mitarbeiter eingeleitet. Spiegel Online berichtet von 17 Angestellten, die freigestellt worden seien.

Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte auf Anfrage, man sei von Airbus über den Vorfall informiert worden, die zuständigen Obleute im Bundestag seien unterrichtet worden. Die Rechtsabteilung habe Untersuchungen zum Sachverhalt eingeleitet.

Der Grünen-Haushaltsexperte und Fraktionssprecher für Verteidigungspolitik, Tobias Lindner, forderte in der "Bild", Airbus müsse nun sofort reinen Tisch machen. "Im normalen Wirtschaftsleben wäre ein Unternehmen im Falle eines solchen schwerwiegenden Verdachts sofort von einer Ausschreibung auszuschließen", so Lindner.

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RND/dpa

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