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Deutschland/Welt Außenminister Maas: Aufschub ist sinnvoller als harter Brexit
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Außenminister Maas: Aufschub ist sinnvoller als harter Brexit
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11:20 18.03.2019
Bundesaußenminister Heiko Maas spricht vor Journalisten. Quelle: imago images / photothek
Brüssel

Bundesaußenminister Heiko Maas hält einen Aufschub des Brexits bei einem erneuten Durchfallen des Austrittsabkommens im britischen Parlament für die beste Lösung. „Bevor es zu einem harten Brexit kommt, ist eine Ehrenrunde zu drehen immer noch sinnvoller als sich mit dem auseinanderzusetzen, was ein harter Brexit bedeutet“, sagte er am Montag am Rande eines EU-Außenministertreffens in Brüssel. Dies seien „nämlich viele Nachteile auf beiden Seiten“.

Maas wies allerdings darauf hin, dass es vor einer Entscheidung vieles zu klären gibt. „Wir müssen auch wissen, was die Briten wollen“, erklärte er. „Wie lange? Was soll der Grund sein? Wie soll das ablaufen? Was ist eigentlich das Ziel der Verlängerung? Darüber wird man jetzt sprechen.“

Zu der Frage, ob der Austrittstermin eventuell auch auf die Zeit nach der Europawahl gelegt werden könne, äußerte Maas sich hingegen zurückhaltend. „Das wird man miteinander besprechen müssen. Je länger der Zeitpunkt aufgeschoben wird, desto schwieriger wird es ganz sicher“, sagte er in Anspielung auf die Tatsache, dass die Briten dann noch einmal an der Europawahl teilnehmen müssten.

Kommt es zur dritten Abstimmung?

Wie es mit den EU-Austrittsplänen Großbritanniens weitergeht, ist derzeit völlig unklar. Die britische Premierministerin Theresa May hatte zuletzt zweimal erfolglos versucht, das von ihr mit der EU ausgehandelte Austrittsabkommen durchs Parlament zu bekommen. Zugleich sprachen sich die Abgeordneten aber mehrheitlich gegen einen Ausstieg ohne Abkommen aus.

Zuletzt hatte es deswegen den Plan gegeben, das Austrittsabkommen in dieser Woche erneut zur Abstimmung zu stellen. Egal wie die Abstimmung ausgeht, wird danach mit einem Antrag auf Verschiebung des Austrittsdatums gerechnet. Eigentlich wollte Großbritannien am 29. März aus der EU austreten.

Von RND/dpa