Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Deutschland/Welt Atomkraftgegner protestieren vor Zufahrt des AKW Krümmel
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Atomkraftgegner protestieren vor Zufahrt des AKW Krümmel
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:07 03.07.2009
Der Reaktor im AKW Krümmel war nach einem Transformatorbrand und einem dadurch verursachten Störfall ab dem 28. Juni 2007 sowie mehrerer weiterer Pannen knapp zwei Jahre lang vom Netz. Quelle: Nigel Treblin/ddp
Anzeige

Die bis Samstag Abend angemeldete Versammlung verlaufe bislang „sehr friedlich“, sagte eine Polizeisprecherin am Freitag. Die Demonstranten hätten vor der Zufahrt Steine als symbolische Blockade des Kraftwerks gestapelt. Auf Transparenten war beispielsweise „Stoppt das dreckige Atomgeschäft“ oder „Krümmel stilllegen“ zu lesen.

„Mit über 300 Störfällen seit der Inbetriebnahme gehört Krümmel zu den störanfälligsten und gefährlichsten Atomkraftwerken in Deutschland“, sagte Energie-Referent Dirk Seifert von Robin Wood. Betreiber Vattenfall Europe spiele mit der Sicherheit der Bevölkerung. „Damit muss Schluss sein.“ Jan Becker von der Initiative „contrAtom“ forderte, die Anlage sofort vom Netz zu nehmen. „Wir glauben dem Betreiber kein Wort mehr und fordern den Lizenzentzug.“

Anzeige

Unterdessen kündigte der Anlagen-Betreiber an, den Atommeiler ab kommender Woche wieder mit voller Leistung fahren zu wollen. „Ob es sich dabei um Montag oder Dienstag handelt, ist offen“, sagte eine Sprecherin. Das erneute Herunterfahren der Anlage am Mittwochnachmittag war durch den Bedienfehler eines Mitarbeiters ausgelöst worden.

Nach Vattenfall-Angaben war ein Notventil an einem Transformator fälschlicherweise geschlossen gewesen. Durch den dadurch bedingten Ausfall des Transformators sei eine Turbinenschnellabschaltung ausgelöst worden. Derzeit läuft die Anlage nur mit halber Leistung.

ddp