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Deutschland/Welt Arbeitgeber laufen Sturm gegen Brückenteilzeit
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Arbeitgeber laufen Sturm gegen Brückenteilzeit
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05:00 18.10.2018
Gesamtmetall-Präsident Dulger zur Brückenteilzeit: „Diese Gesetz hilft niemanden.“ Quelle: dpa
Berlin

Vor der Bundestagsentscheidung zur Brückenteilzeit an diesem Donnerstag laufen die Metall-Arbeitgeber Sturm gegen die Koalitionspläne. „Das Gesetz hilft niemandem, belastet aber erneut die Wirtschaft. Nur eine verbesserte Kinderbetreuung ermöglicht Müttern die Rückkehr in Vollzeit“, sagte Rainer Dulger, Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Das Gesetz wird den Unternehmen die Personalplanung deutlich erschweren.“

Der Bundestag soll am Donnerstag über die Brückenteilzeit entscheiden. Laut GroKo-Gesetzentwurf können Arbeitnehmer in Betrieben mit mehr als 45 Beschäftigten, wenn sie bereits mehr als sechs Monate dort beschäftigt sind, eine vorübergehende Reduzierung ihrer Arbeitszeit verlangen. Dies ist für einen im Voraus zu bestimmenden Zeitraum von einem Jahr bis zu fünf Jahren möglich. Der neue Anspruch ist nicht an bestimmte Gründe gebunden. Nach Ende ihrer Brückenteilzeit können die Beschäftigten auf ihre ursprünglich vereinbarte Arbeitszeit zurückkehren. Für Betriebe mit 46 bis 200 Beschäftigten soll eine Zumutbarkeitsgrenze gelten: Sie sollen nur einem pro angefangenen 15 Arbeitnehmern die Brückenteilzeit gewähren müssen.

Die Pläne waren bereits im Koalitionsvertrag von Union und SPD sehr detailliert vereinbart worden – gegen heftigen Widerstand der Arbeitgeber. Beschäftigten erhalten mit dem Gesetz sehr weitreichende Ansprüche. Stellen sie ihren Antrag auf Brückenteilzeit, so muss der Arbeitgeber bis spätestens einen Monat vor dem gewünschten Zeitpunkt der Arbeitszeitverringerung seine Entscheidung mitteilen. Tut er es nicht, gelten die Arbeitszeit in dem vom Arbeitnehmer gewünschten Umfang und die gewünschte Verteilung der Arbeitszeit als festgelegt.

Von Rasmus Buchsteiner/RND

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