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Deutschland/Welt Anklage gegen mutmaßliches Al-Qaida-Mitglied
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Anklage gegen mutmaßliches Al-Qaida-Mitglied
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11:51 07.07.2009
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Dem 31-jährigen Deutschen Sermet I. wird Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung vorgeworfen, wie die Bundesanwaltschaft am Dienstag in Karlsruhe mitteilte. Außerdem soll er gegen das Außenwirtschaftsgesetz verstoßen haben. Er habe militärisch nutzbare Ausrüstungsgegenstände und Geld für Al-Qaida beschafft.

Der Mann war am 6. Februar 2009 am Stuttgarter Flughafen festgenommen worden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Laut Anklageschrift gehörte er seit 2002 zu einer Gruppe um das mutmaßliche Al-Qaida-Mitglied Aleem N. aus dem pfälzischen Germersheim. Dieser muss sich seit Dezember 2008 in Koblenz vor Gericht verantworten.

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Der Beschuldigte Sermet I. sei spätestens seit Sommer 2004 über Aleem N. in die Strukturen der Al-Qaida eingebunden gewesen, heißt es in der Anklageschrift. Von August 2004 bis Dezember 2006 habe er Aleem N. die militärisch nutzbaren Geräte - darunter mehrere Entfernungsmesser - und 100 Euro Bargeld übergeben. Dieser habe das Geld und das Material zu Verantwortlichen der Al-Qaida im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet gebracht, wo es für den Dschihad („Heiliger Krieg“) eingesetzt werden sollte.

Erst im März hatte die Bundesanwaltschaft vor dem OLG Koblenz Anklage gegen einen weiteren Beschuldigten, den 31-jährigen Türken Ömer Ö. erhoben. Auch er soll Al-Qaida-Mitglied gewesen sein und soll Bargeld sowie Ausrüstungsgegenstände an Aleem N. übergeben haben.

ddp