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Deutschland/Welt Althaus muss künftig zum Skiunfall schweigen
Nachrichten Politik Deutschland/Welt Althaus muss künftig zum Skiunfall schweigen
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09:46 22.08.2009
Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) Quelle: Michael Kappeler/ddp
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Dies berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ (Sonnabendausgabe).

Wie der Salzburger Anwalt von Christandl, Alexander Rehrl, dem Blatt sagte, haben sich beide Seiten darauf geeinigt, dass in der Öffentlichkeit „keinerlei Einzelheiten mehr über den Unfall oder die laufenden Schadenersatzverhandlungen“ erklärt würden. Dies beinhalte auch, dass Althaus keine Äußerungen mehr mache bezüglich seines Besuchs am Grab der Toten oder anderer Details, welche die Familie Christandl tangieren könnten.

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Der SPD-Spitzenkandidat Christoph Matschie hatte zuvor dem Regierungschef vorgeworfen, „kaltschnäuzig den tragischen Unfall für Wahlkampfzwecke auszuschlachten“. Die Vereinbarung der Anwälte ist der Zeitung zufolge auch eine Reaktion auf die öffentliche Kritik von Christandls Anwalt Rehrl, der erklärt hatte, dass es sein Mandant als „pietätlos“ empfinde und als „Vertrauensbruch“ werte, wie Althaus in Interviews über den Unfall spreche.

Anlass für die Kritik waren Interviews des Ministerpräsidenten mit der Boulevardpresse gewesen, in denen er von einem Gebet am Grab der Toten berichtet hatte und davon, dass ein freundschaftliches Verhältnis mit dem Witwer entstanden sei.

Althaus selbst wollte eine Vereinbarung zwischen seinem Anwalt und dem Salzburger Rechtsanwalt von Christandl nicht bestätigen. „Die Anwälte haben sich miteinander unterhalten, ich kann nichts dazu sagen, über was.“ Allerdings habe der Politiker die Vereinbarung indirekt bestätigt, indem er erklärte, dass er sich nicht mehr zu dem Unfall äußern wolle.

ddp