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Panorama Wegen neuer Tempo-30-Zone: Autofahrer hören nicht auf zu hupen
Nachrichten Panorama Wegen neuer Tempo-30-Zone: Autofahrer hören nicht auf zu hupen
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13:37 28.02.2019
Bewohner eines Wohnparks in Eckernförde fühlen sich durch lautes Hupen in der neuen 30er-Zone gestört. Quelle: Tilmann Post
Eckernförde

Eigentlich sollte die Lärmbelästigung abnehmen, doch seit auf der Bundesstraße vor ihrem Haus ganztags Tempo 30 gilt, finden Anwohner in Eckernförde (Schleswig-Holstein) kaum noch Ruhe: Offenbar haben sich Autofahrer über soziale Netzwerke solidarisiert und machen ihrem Ärger über die Geschwindigkeitsbegrenzung im Vorbeifahren durch lautes Hupen Luft. Ein Anwohner hatte zuvor auf Lärmschutz geklagt.

Das Hupkonzert „beginnt morgens um sechs und hält bis in die Nacht an“, sagte eine Bewohnerin des Wohnkomplexes den „Kieler Nachrichten“. „Aber das trifft die Falschen, wir können doch nichts für die Geschwindigkeitsbegrenzung“, sagt die Frau, die aus Sorge vor Ärger anonym bleiben möchte. „Wenn ich direkt an der Bundesstraße 76 wohne, muss ich mit Verkehrslärm rechnen“, sagte sie mit Blick auf den Kläger.

„Man muss uns doch nicht noch zusätzlich ärgern“

Die Frau beschwere sich nicht über den Verkehr in direkter Nähe und sei auch nicht an der Klage beteiligt, die das Tempolimit zur Folge hatte. So gehe es mit einer Ausnahme allen anderen im Haus. Dennoch treffe die Wut nun alle Bewohner. „Man muss uns doch nicht noch zusätzlich ärgern“, sagt sie.

Am 20. Februar war auf einer Strecke von 300 Metern vor der Anlage mit 96 Wohnungen am südlichen Ortseingang Eckernfördes das Tempolimit auf den gesamten Tag ausgeweitet worden. Davor galt es nur zwischen 22 und 6 Uhr. Hintergrund ist die Klage eines Anwohners vor dem Oberverwaltungsgericht Schleswig auf Lärmschutz.

Kläger: „Noch nicht das Ende der Fahnenstange“

Der Kläger beruft sich auf Versäumnisse der Stadt, die durch das Gerichtsurteil nun nachgeholt worden seien. Dass die Stadt reagiert habe, sei „ein guter Erfolg, aber noch nicht das Ende der Fahnenstange“. Nun müsse dafür gesorgt werden, dass die Fahrer Tempo 30 auch einhalten – etwa durch eine verengte Fahrbahn oder eine Blitzanlage. „Der Prozess endet, wenn die Richtwerte erreicht sind“, so der Pensionär.

Von Tilmann Post/RND

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