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Panorama Tokio Hotel: Was wurde aus den Teenie-Stars?
Nachrichten Panorama Tokio Hotel: Was wurde aus den Teenie-Stars?
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16:30 25.05.2018
Teenie-Schwärme der Nullerjahre: Georg, Tom, Bill und Gustav von Tokio Hotel Quelle: Patrick Lux/dpa
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Hannover

Im Jahr 2005 beginnt die Reise einer jungen Poprock-Teenie-Band aus Magdeburg, deren weltweiter Erfolg damals wohl kaum vorherzusehen war. Mit ihrer Ohrwurm-Debütsingle „Durch den Monsun“ stürmen die Kaulitz-Zwillinge Bill und Tom gemeinsam mit Georg Listing und Gustav Schäfer zunächst die deutschen Charts – kurze Zeit später landen sie auch international hohe Platzierungen. 1,5 Millionen Mal wurde ihr erstes Album „Schrei“ verkauft.

Auf ihren Touren werden die Stars von extatische Kreisch-Chören empfangen. Rettungssanitäter haben alle Hände voll zu tun, die allzu euphorischen Fans medizinisch zu betreuen. Vor Beginn der Instagram-Ära zieren Poster der Band zahlreiche Teenager-Zimmer.

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Rückzug nach Los Angeles

Doch der Hype wird den vier Jungen zuviel. Nach Stalking, Belagerungen und dem enormen öffentlichen Interesse ziehen sich die Musiker ab 2010 zunehmend zurück. Bill und Tom Kaulitz entschieden sich schließlich, nach Los Angeles zu ziehen.

In den Jahren 2014 und 2017 veröffentlicht Tokio Hotel zwei weitere Alben, die jedoch nicht an die Rekordverkäufe aus den Anfangszeiten anschließen können. Zwischenzeitig widmet sich der Frontsänger Bill Kaulitz auch der Kunst. In einer Berliner Galerie stellt er 2016 seinen ersten Kurzfilm vor, gleichzeitig Video zur Single „Love don’t break me“.

Doch die Magdeburger bleiben der Musik immer treu. 2017 geht die Band mit ihrem Album „Dream Maschine“ wieder in Europa auf Tour. Ihre für 2018 in Nordamerika angekündigte Tour muss Tokio Hotel allerdings aufgrund „logistischer Probleme“ verschieben.

Dass ihre Fangemeinde auch heute noch gewaltig ist, beweisen ausverkaufte Touren. Im Sommer 2018 stehen die Musiker wieder in Deutschland auf der Bühne. Für vier Tage verwandelt sich die Festival-Location Ferropolis dann in das Tokio-Hotel-Summercamp.

Fans haben dort die Möglichkeit, die Band zu treffen und sich gemeinsam fotografieren zu lassen. Trotz der teuren Ticketpreise von bis zu 3600 Euro werden es sich viele Anhänger sicher nicht nehmen lassen, ihren Idolen noch einmal ganz nah zu sein.

Von RND/mkr