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Panorama Sicherheitsrisiko E-Scooter: SPD-Gesundheitsexperte will Null-Promille-Grenze
Nachrichten Panorama Sicherheitsrisiko E-Scooter: SPD-Gesundheitsexperte will Null-Promille-Grenze
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07:52 07.08.2019
Karl Lauterbach, Gesundheitsexperte der SPD, spricht während einer Sitzung des Bundestages. Quelle: Ralf Hirschberger/dpa
Berlin

Für Fahrer von E-Scootern sollte nach Forderung des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach eine Null-Promille-Grenze gelten. Steigende Unfallzahlen hätten deutlich gemacht, dass die derzeit geltenden Promillegrenzen analog zu Autofahrern nicht reichten, sagte der SPD-Fraktionsvize den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwoch). „Für E-Scooter sollten wir eine Null-Promille-Grenze prüfen.“

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) setzt sich ebenso für schärfere Vorschriften ein. “Bei den E-Scootern hat die Politik entscheidende Sicherheitsstandards vergessen“, sagte der GdP-Bundesvorsitzende Oliver Malchow den Funke-Zeitungen. E-Scooter müssten etwa dringend mit Blinkern ausgestattet werden. Sie sollten genauso verkehrssicher sein wie Motorroller oder Mopeds. “Die Politik sollte die Hersteller schleunigst zu Nachrüstungen verpflichten.“

In Großstädten sollen Sicherheitstrainings abgehalten werden

Nach Unfällen und Beschwerden über die neuen Elektro-Tretroller planen Verleihfirmen weitere Sicherheitstrainings. In Berlin und anderen Großstädten sollen in den kommenden Wochen entsprechende Termine angeboten werden. So veranstaltet die Verleihfirma Lime am 10. August ein Fahrsicherheitstraining in der Hauptstadt, wie ein Lime-Sprecher sagte.

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Nicht nur in Berlin hat sich derweil eine Debatte um die Gefährte entwickelt. Auch in Köln, Frankfurt und München sollen Sicherheitstrainings regelmäßig abgehalten werden, zum Teil auf Geländen von Verkehrsschulen. Viele Menschen seien noch nicht so fit auf den E-Tretrollern, hieß es. Die Teilnehmer sollten über das richtige Verhalten im Straßenverkehr aufgeklärt werden. Die Firma Circ hatte bereits ein Training angeboten, ein weiteres folgt am 15. August. Die angemeldeten Teilnehmer fahren dabei unter Anleitung im öffentlichen Straßenverkehr.

Elektro-Tretroller sind seit Juni in Deutschland zugelassen

In den Städten sind immer mehr E-Scooter unterwegs - und die Probleme durch rücksichtsloses Fahren auf Gehwegen, Unfälle und falsch abgestellte Roller häufen sich. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) rief die Kommunen kürzlich zu einem härteren Durchgreifen auf.

Der Berliner Behindertenverband lehnt die E-Roller strikt ab und kritisiert, die Erlaubnis sei zu schnell gekommen. Der Verband verlangt verpflichtende Kurse für alle Fahrer. Ähnliches forderte auch der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband und monierte zusätzlich die Altersgrenze für Fahrer, die mit 14 Jahren zu niedrig angesetzt sei.

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Elektro-Tretroller sind seit Juni in Deutschland zugelassen. Mehrere Anbieter stellen die kleinen Fahrzeuge seither in etlichen Städten zum Ausleihen zur Verfügung. Die Roller dürfen zwischen 6 und 20 Kilometer pro Stunde schnell fahren und müssen eine Lenk- oder Haltestange haben. Fahren müssen E-Scooter auf Radwegen oder auf der Straße.

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Von RND/dpa

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