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Panorama Gegenstände von Romy Schneider versteigert – Ex-Mann der Schauspielerin kritisiert Auktion
Nachrichten Panorama Gegenstände von Romy Schneider versteigert – Ex-Mann der Schauspielerin kritisiert Auktion
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18:05 30.03.2019
Dieses Halstuch wechselte für mehr als 2000 Euro den Besitzer. Quelle: Peter Kneffel/dpa
Landshut

Ein Halstuch und eine Handtasche von Romy Schneider? Oder ein Spiegel aus ihrem Mädchenzimmer? Fans des Filmstars hatten am Samstag im niederbayerischen Landshut die Wahl. Bei einer Auktion kamen etwa 50 Gegenstände unter den Hammer, die aus dem Besitz der Schauspielerin und aus ihrem Elternhaus stammen. Für Sammler echte Kostbarkeiten, die sie sich stolze Preise kosten ließen - auch fast 37 Jahre nach ihrem Tod fasziniert und berührt Romy Schneider.

Besonders begehrt waren Halstücher. Zwei rote Seidentücher gingen für jeweils mehrere Hundert Euro weg. Für ein blau-beige gemustertes Baumwolltuch der Marke Yves Saint Laurent zahlte ein Bieter gar 2200 Euro. Zwei Mokkatassen samt Sahnekännchen des Herstellers Rosenthal waren einem Fan 500 Euro wert. Für eine - durchaus restaurierungsbedürftige - Kommode blätterte ein Interessent 4000 Euro hin.

Fans von Romy Schneider kommen zur Auktion in Landshut

Bieterin Daniela Starzyk steigerte um einen aufklappbaren Sekretär aus Nussbaumholz mit. Sie hatte Glück und kam bei 1800 Euro zum Zug. Eigentlich hätte die Augsburgerin gerne einen kleinen Schminktisch ersteigert, der ihr dann mit 2600 Euro jedoch zu teuer gewesen sei, erzählte sie hinterher. Sie habe ein gewisses Limit nicht übersteigen wollen. Seit ihrer Kindheit sei sie Fan von Romy Schneider. Aus einem Nachlass habe sie bereits einmal einen Füller und einen Fächer erworben. Nun ist sie glücklich, den kleinen Schreibtisch mit nach Hause nehmen zu können.

Am 23. September wäre Romy Schneider 80 Jahre alt geworden. So sah ihr Leben im Rampenlicht aus.

Zahlreiche Gegenstände wie Gläser, Silberbesteck, Madonnenfiguren, eine Bauerntruhe und Handtaschen fanden zunächst keine Käufer. Die aufgerufenen Preise seien einfach zu hoch gewesen, waren sich die Auktionsteilnehmer einig. So lag der Ausgangspreis für einen silbernen Babylöffel mit graviertem „R“ bei 700 Euro, der Preis für eine Handtasche aus Krokoleder bei 2500 Euro. Übrig blieben auch ein Schmuckkästchen für 2200 Euro und ein Kuchenheber für 220 Euro.

Set-Fotos von Romy Schneider unter den versteigerten Sachen

Ebenfalls aus Augsburg war Eva Herkner zur Auktion angereist. Sie ersteigerte ein Album mit Fotos und Zeitungsausschnitten von Magda Schneider und ein Wandbild mit dem Porträt Kaiserin Elisabeths. Es war nicht ihre erste Teilnahme an einer Auktion: Bei einer anderen Versteigerung habe sie ein Kleid Romy Schneiders bekommen. „Das hat gleich gepasst. Man hat nicht einmal etwas ändern lassen müssen.“ Ungenützt im Schrank hängt das gute Stück aber nicht - im Gegenteil. Sie trage das Kleid sehr gerne, erzählte Herkner.

Die in Landshut versteigerten Gegenstände habe er von einer Erbengemeinschaft anvertraut bekommen, sagte Auktionator Andreas Ruef. Die Objekte stammen aus Haus Mariengrund in der Nähe von Berchtesgaden, wo Romy Schneider zeitweise ihre Kindheit verbrachte.

Ex-Mann von Romy Schneider kritisiert Echtheit der Gegenstände

Vor der Auktion hatte es Diskussionen um die Echtheit der Stücke gegeben: Romy Schneiders Ex-Mann Daniel Biasini (69) hatte gegenüber der „Bild“-Zeitung behauptet, die Gegenstände hätten gar nicht der Schauspielerin gehört. „Das ist ein großer Schwindel. Nichts von alledem gehörte Romy. Die Menschen, die Romy verehrt haben, werden getäuscht“, sagte er demnach. Er glaube, dass es sich bei den Sachen um den Besitz von Romy Schneiders ebenfalls verstorbener Mutter Magda Schneider handele und dieser Nachlass nun von einer Freundin ausgenutzt werde. „Nach Romys Tod ging alles Persönliche von ihr zu hundert Prozent an unsere Tochter Sarah“, so Biasini.

Die Schauspielerin Romy Schneider („Sissi“, „Trio Infernal“) war im Mai 1982 im Alter von 43 Jahren in Paris gestorben.

Von RND/dpa

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