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Panorama Hansi Hinterseer: „Anfangs wurde ich auch belächelt“
Nachrichten Panorama Hansi Hinterseer: „Anfangs wurde ich auch belächelt“
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07:00 02.02.2019
Der österreichische Sänger Hansi Hinterseer. Quelle: Ursula Düren/dpa

Hansi Hinterseer, aktuell laufen die großen Wettbewerbe im Wintersport, zuletzt der Nachtslalom in Schladming, wo Sie 1975 den Sieg geholt haben. Waren Sie vor Ort?

Nein, das habe ich nur am Fernseher verfolgt. Aber ich komme gerade eben vom Skifahren, ein herrlicher Tag.

Sechsfacher Weltcupsieger, zweifacher Abfahrtsweltmeister, eine WM-Medaille – wie wurde aus dem Skirennfahrer der Schlagerstar Hansi Hinterseer?

Ich bin ein Quereinsteiger. Das Angebot, Sänger zu werden, kam lange nach meiner Zeit als Skirennfahrer, als ich noch weltweit unterwegs war für den Skisport. Aber man könnte sagen, ich war dann zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Es heißt, Sie hätten dem Musikproduzenten Jack White auf seiner Geburtstagsparty damals spontan etwas vorgesungen.

Das stimmt, mit meiner Ziehharmonika. Drei Tage später kam er dann bei mir vorbei und fragte mich, ob ich eine Single aufnehmen wolle. Und ich dachte mir: Du hast nichts zu verlieren.

War das ein Kindheitstraum, Musik zu machen?

Gesungen und gejodelt, am Lift oder mit Freunden, habe ich schon immer, aber Zeit für Musik hatte ich als Kind gar nicht – ich war ja immer auf Skiern unterwegs. Erst später hat ein Freund mir das Spielen auf der Ziehharmonika beigebracht. Die Idee zusammen mit Jack White war dann, ein Lied aufzunehmen. Dass ich die nächsten 25 Jahre als Sänger auf der Bühne stehen würde, daran habe ich nicht gedacht.

Aus der einen Platte wurden Dutzende – die 34-mal mit Gold und zwölf mal mit Platin ausgezeichnet wurden.

Für den Erfolg bin ich sehr dankbar. Anfangs wurde das aber auch belächelt: schon wieder ein Sportler, der versucht zu singen.

25 Jahre sind Sie jetzt als Schlagersänger erfolgreich – ist die Branche eine zeitlos heile Welt?

Jede Branche hat mal schwierige Zeiten, und jede Musikrichtung hat ihre Berechtigung. Was den deutschen Schlager besonders macht, ist, dass man die Texte versteht und mitfühlen kann. Schlager ist etwas zum Mitsingen.

Es gibt allein in Deutschland fünf Hansi-Hinterseer-Fanclubs, alle von Frauen initiiert – versuchen Sie, auch, andere Zielgruppen zu erreichen?

Jeder soll die Musik hören, die ihm Spaß macht. Man sollte es nicht zerdenken. Und ich kann sagen: Auf meinen Konzerten ist das Publikum gemischt, da ist alles dabei – von Jung bis Alt, Männer, Frauen und Familien.

Sie lächeln immer, haben in allem Erfolg – gibt es auch Neider?

Ich bin vom Typ her positiv eingestellt und bekomme das auch meist so zurück. Aber es wird immer Leute geben, die nichts mit mir anfangen können. Das ist auch okay.

Am Wochenende werden Sie 65 – denken Sie ans Aufhören?

Nein, dazu macht es viel zu viel Spaß. Ich mache gerne weiter mit der Musik und den Sendungen, ein neues Album kommt im Sommer und 2020 gehe ich wieder auf Tournee. Und wenn es so weit ist, ist es so weit.

Von Julia Rathcke/RND

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