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Panorama Generatoren und Babynahrung: Deutsche Hilfe landet in Pakistan
Nachrichten Panorama Generatoren und Babynahrung: Deutsche Hilfe landet in Pakistan
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19:44 28.08.2010
Hilfslieferung: Der deutsche Botschafter Michael Koch (links) spricht mit Verteidigungsattaché Klash Wolf (Mitte) am Flugstützpunkt Chaklala im pakistanischen Rawalpindi. Quelle: dpa
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ISLAMABAD / BERLIN. Ein Flugzeug mit 100 Tonnen Hilfsgütern aus Deutschland ist am Samstag in Pakistan gelandet. Ein Sprecher der deutschen Botschaft bestätigte die verspätete Ankunft der Hilfslieferung in Islamabad. Zur Ladung gehören Stromgeneratoren, Wasserpumpen, faltbare Trinkwassertanks und 18 Tonnen Babynahrung einer zivilen Hilfsorganisation, die den Millionen Flutopfern in Pakistan helfen sollen.

Der Großraumfrachtflieger Antonow 124 der Bundeswehr war am späten Freitagabend vom Flughafen Leipzig/Halle gestartet und hatte aus nicht näher benannten Gründen einige Stunden auf einem Flughafen in Aserbaidschan warten müssen, wie der Sprecher der deutschen Botschaft in Islamabad, Thomas Ditt, sagte. Ein weiteres Flugzeug mit 16 Tonnen Stromgeneratoren, Booten, Nahrung und Kleidung an Bord sollte ebenfalls an diesem Wochenende von Deutschland nach Pakistan starten.

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Die Flüge sind Teil des NATO-Hilfsprogramms für Pakistan, das die schlimmsten Überschwemmungen seiner Geschichte erlebt. Das Hochwasser nach enormen Regenfällen hat ein Fünftel des Landes überflutet. Die Verteilung von Hilfsgütern ist deshalb ein großes Problem. Mehr als 17 Millionen Menschen sind durch die Wassermassen obdachlos geworden und viele von ihnen auf der Flucht. Einen Monat nach Beginn der Jahrhundertflut in Nordpakistan richten die Wassermassen nun verheerende Schäden im Süden an.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) rief erneut zu Spenden für die Flutopfer auf. Es sei garantiert, dass Spendengelder wirklich bei denen ankämen, die Hilfe benötigen, versicherte die Kanzlerin in ihrem am Samstag veröffentlichten Video-Podcast im Internet. Die Nato werde mit einer Luftbrücke dafür sorgen, dass mehr Medikamente und Lebensmittel in die schwer erreichbaren Gebiete kommen. „Das allein wird aber nicht ausreichen.“ Es sei wichtig, dass die staatlichen Hilfen durch private Spenden unterstützt würden. (dpa)

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