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Panorama Experte: "Für viele Jüngere sind Fake News noch schwerer zu erkennen."
Nachrichten Panorama Experte: "Für viele Jüngere sind Fake News noch schwerer zu erkennen."
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10:11 19.01.2017
Fake News für jüngere Nutzer nur schwer zu erkennen.
Fake News für jüngere Nutzer nur schwer zu erkennen. Quelle: dpa
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Berlin/Hamburg

"Es ist tatsächlich so, dass Jugendliche und junge Erwachsene einen Großteil ihrer Informationen aus sozialen Netzwerken beziehen. Das ist in Amerika noch viel extremer als hier. Und sie können zwischen den Nachrichtenquellen oft nicht mehr unterscheiden", sagte der Professor für Journalismus und Kommunikationswissenschaft an der Hochschule Macromedia in Hamburg. "Darin liegt die Gefahr, leichter auf Fake News reinzufallen, wenn nur oberflächlich gelesen wird, kein Plausibilitätstest mehr gemacht, nicht mehr gefragt wird, kann das eigentlich sein, dass Papst Franziskus Donald Trump unterstützt?"

"Wir sind an einem Wendepunkt", sagte Weichert. "Wie kriegt man die 16-Jährigen noch eingefangen? Wie kriegt man sie dazu, sich mit Journalismus zu beschäftigen? Das ist vielleicht die letzte Generation, bei der wir noch etwas richtig machen können." Der nächsten seien viele heute etablierte Medien gar nicht mehr vertraut. "Dann ist die Frage, wie unser Informations-Ökosystem überhaupt noch funktioniert und ob Journalismus darin noch eine große Rolle spielen wird", sagte Weichert, der auch Mitbegründer des Debattenportals "Vocer" ist.

dpa