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Panorama Erster Satz war: "Das Pferd frisst keinen Gurkensalat"
Nachrichten Panorama Erster Satz war: "Das Pferd frisst keinen Gurkensalat"
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16:58 25.10.2011
Berlin

Wie bei vielen anderen Ideen auch, gab es um das Telefon viel Streit. Noch heute gehen Firmen vor Gericht, um ihre Telefon-Erfindungen zu verteidigen. In Deutschland gilt der 26. Oktober 1861 als Tag der Erfindung des Telefons. Damals stellte der deutsche Lehrer Philipp Reis sein Telefon - genannt Fernsprecher - in Frankfurt vor. Er war der erste, der eine Verbindung aufbaute, bei der Menschen Sätze austauschen konnten. Er gilt auch als Schöpfer des Wortes "Telephon".

Damals war die Erfindung des Telefons etwas besonders Aufregendes. Um zu beweisen, dass die Technik funktionierte, wählte Philipp Reis ulkige Sätze. Sie hießen "Das Pferd frisst keinen Gurkensalat" und "Die Sonne ist von Kupfer". Die waren so ungewöhnlich, dass sie nicht zu erraten waren. Falls es stark rauschte, sollte der Mensch auf der anderen Seite den Satz nicht vervollständigen können.

Als Philipp Reis sein Telefon vorstellte, saß im Nebenraum jemand, der die Sätze hören sollte. Die Erfindung von Philipp Reis funktionierte nicht allzugut. Musik ließ sich gut übertragen. Sätze waren nicht so prima zu verstehen. Philipp Reis gelang es auch nicht, mit seiner Erfindung viel Geld zu verdienen. Da er krank war, starb er jung.

Andere entwickelten seine Erfindung weiter: Der Schotte Alexander Graham Bell zum Beispiel soll von dem Gerät gewusst haben. Er beantragte erstmals am 14. Februar 1876 ein Patent. Wer ein Patent für eine Erfindung bekommt, hat bestimmte Rechte. Er gilt als der Erfinder und kann anderen verbieten lassen, mit seiner Idee Geld zu verdienen.

Alexander Graham Bell stritt mit anderen viel vor Gericht. In der Regel aber ging er als Sieger hervor. Er gründete die Bell Telephone Company. Sie wurde später zur größten Telefonfirma der Welt. Heute heißt sie AT&T. Das Telefon hat sich über die Jahre stark verändert. Während die Menschen anfangs nur über Kabel telefonieren konnten, tragen heute viele ein Handy in der Tasche. Mit dem können die Menschen nicht nur telefonieren. Sie können im Internet surfen, kurze Nachrichten verschicken, Fotos machen oder Musik hören. Die Geräte werden immer kleiner und leistungsstärker. Von Jahr zu Jahr können sie mehr.