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Panorama Dreijähriger pinkelt auf Parkplatz – seiner schwangeren Mutter drohen 60 Tage Gefängnis
Nachrichten Panorama Dreijähriger pinkelt auf Parkplatz – seiner schwangeren Mutter drohen 60 Tage Gefängnis
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11:07 13.04.2019
Ein Kind uriniert im Freien. Quelle: picture alliance / Godong
Augusta

Es ist eine Situation, die vermutlich jede Mutter kennt: Brooke Johns fährt mit ihrem Dreijährigen Sohn gerade durch Augusta im US-Staat Georgia, als der Alarm schlägt: „Ich muss pinkeln! Ich muss wirklich dringend pinkeln“, sagt Sohn Cohen. Als die schwangere Mutter den Ernst der Lage erkennt, biegt sie auf den Parkplatz einer Tankstelle ab. Dort lässt sie dem Bedürfnis ihres Jungen freien Lauf – und muss sich nun vor Gericht verantworten.

Wasserlassen mit Folgen

Cohen ist gerade in einem Alter, in dem man lernt den Toilettengang selbstständig zu managen. Doch an diesem Tag sieht er das Unheil erst spät kommen und droht sich in die Hose und in das Auto zu erleichtern. Da seine Mutter ihn aufgrund ihrer fortgeschrittenen Schwangerschaft nicht tragen kann und fürchtet, dass der Weg bis zur rettenden Tankstelle zu weit sein könnte, will sie Cohen auf dem Parkplatz gewähren lassen – mit weitreichenden Folgen.

Denn ein Sheriff des örtlichen Polizeireviers beobachtet die Szene und fordert die Mutter umgehend auf, ihren Sohn auf die nächste Toilette zu bringen. Das Problem: Die Mutter hatte Angst, dass ihr Sohn diesen Weg nicht schaffen könnte und im schlimmsten Falle auf den Boden der Tankstelle uriniert.

PARENTS: We've all had potty-training emergencies, but this one is NEXT LEVEL. This (very pregnant) Beech Island mother...

Gepostet von Meredith Anderson WRDW am Mittwoch, 3. April 2019

Sherrif macht Fall öffentlich

Also ließ sie ihn gewähren. Kurz darauf macht der Sheriff den Fall publik und postet online eine Stellungnahme. „Das Subjekt erlaubte ihrem zwei Jahre alten Sohn, auf den Parkplatz zu urinieren. Ich beobachtete seine Genitalien und das Wasserlassen. Öffentliche Toiletten werden am Standort aber angeboten.“

Brooke Johns erklärte nun, dass sie sich am 30. April – kurz vor ihrem Entbindungstermin – vor Gericht verantworten muss. Denn gemäß Artikel drei der Bezirksverordnung drohen ihr für solch ein Vergehen 60 Tage Gefängnis und eine Geldstrafe von 1000 US-Dollar.

Mutter verteidigt sich bei Facebook

In einem Facebook-Post verteidigt die Mutter ihr Vorgehen. Denn sie hätte sich mit ihrem Sohn in die Nähe der Autotür gestellt – um somit nicht die ganze Welt an dem Vorfall teil haben zu lassen. „Ja, ich hätte ihn zur Toilette bringen müssen. An jedem anderen Tag hätte ich das getan, aber an diesem hatte ich nicht die Chance hinein zu laufen.“ Jetzt wird sie sich deshalb vor Gericht verantworten müssen.

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Von RND/Moritz Naumann

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