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Panorama „Disney“-Erbin besucht Disneyland undercover – und fordert höhere Löhne für Mitarbeiter
Nachrichten Panorama „Disney“-Erbin besucht Disneyland undercover – und fordert höhere Löhne für Mitarbeiter
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15:34 17.07.2019
Abigail Disney setzt sich für bessere Bedingungen für Disneyland-Mitarbeiter in Kalifornien ein. Quelle: Robin Platzer/picture alliance/Photoshot
Anaheim

Disneyland nennt sich selbst den „glücklichsten Ort der Welt“: Doch das Kinderparadies in Kalifornien bietet alles andere als paradiesische Arbeitsbedingungen. Das sagte jetzt ausgerechnet Abigail Disney, die Großnichte von Walt Disney und Enkelin von Roy O. Disney, dem Mitbegründer des Mickey-Mouse-Konzerns, in einem Interview mit der Menschenrechtsaktivistin Zainab Salbi während der „Yahoo“-Sendung „Through Her Eyes” („Durch ihre Augen gesehen“). Sie fordert eine bessere Bezahlung und Behandlung der Mitarbeiter.

Nachdem sie auf Facebook eine Nachricht von einem Angestellten bekommen habe, der mit seinem Einkommen unzufrieden war, habe sie das kalifornische Disneyland in Anaheim inkognito besucht, erzählt Disney in dem Interview. Das Fazit der 59-Jährigen: „Jeder von denen, mit denen ich gesprochen habe, sagte ‚Ich weiss nicht, wie ich diesen Ausdruck von Freude auf dem Gesicht tragen kann, wenn ich abends nach Hause gehen und im Abfall anderer Leute nach Essen suchen muss.’”

Disney-Erbin war nach Besuch in Disneyland „sehr wütend“

Die Disney-Erbin, die nach eigenen Angaben mehr Geld als genug hat, sei „sehr wütend“ nach ihrem Besuch gewesen, weil „mein Großvater mir beigebracht hat, die Leute zu ehren, die deine Tickets kontrollieren oder dein Getränk einschenken“, wie sie in dem Interview sagt.

Daraufhin habe Abigail Disney, die selbst keine aktive Rolle in dem Unternehmen spielt, dem Walt-Disney-CEO, Bob Iger, eine Mail mit ihren Beschwerden geschrieben – aber keine Antwort erhalten. „Bob muss verstehen, dass er ein Angestellter ist, genauso wie die Mitarbeiter, die Kaugummi vom Bürgersteig schrubben, Angestellte sind“, sagt sie in „Through Her Eyes”. In der Mail habe sie ihn als einen „großartigen CEO“ bezeichnet, aber angemerkt, dass sie an seiner Stelle mehr wollen würde – nämlich der Mann zu sein, der aus Disneyland einen besseren Ort gemacht hätte. Nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Angestellten.

Kommentar von Disney-Sprecher geht nicht auf Bezahlung ein

Angesprochen auf die geringe Bezahlung der Mitarbeiter kommentierte ein Disney-Sprecher gegenüber „Yahoo“: „Disney steht mit seinem Angebot an Weiterbildungen an der Spitze, und das ist allgemein anerkannt der beste Weg, ökonomische Möglichkeiten und Aufstiegsmöglichkeiten für Mitarbeiter zu schaffen.“

Von Dierk Sinderman/RND

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