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Panorama Darum tragen immer mehr Prominente Kleid mit Schlitz
Nachrichten Panorama Darum tragen immer mehr Prominente Kleid mit Schlitz
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12:00 03.08.2019
Sylvie Meis, hier bei einer Preisverleihung, hat ein Faible für Beinschlitzkleider. Quelle: Britta Pedersen/dpa
Berlin

Die Oscarverleihung 2012 ist legendär. Nicht etwa wegen der damals ausgezeichneten Filme, sondern wegen des Auftritts von Angelina Jolie auf dem roten Teppich: In einer schwarzen, bis fast zur Leiste seitlich geschlitzten Versace-Robe stellte sie ihr rechtes Bein aus, als wäre es selbst eine Trophäe.

Die US-Schauspielerin trägt seitdem den Spitznamen „The Leg“ – und nicht nur Stars und Sternchen aus dem Showbusiness eifern ihr bis heute in Sachen Leg-Show nach. Auch auf Hochzeiten, Opern-, Abi- und Tanzschulbällen lugen ständig Beine aus Kleidern hervor. Und zwar oftmals bis zum Anschlag.

Ein Gewand, das keine Fragen offenließ

Dass das selbst bei wohlgeformten, gebräunten und gewachsten Exemplaren durchaus die Grenzen des guten Geschmacks überschreiten kann, hat jüngst Klatschspaltenliebling Sylvie Meis bewiesen: Bei der Hochzeit von Modelfreundin Barbara Meier erschien die Moderatorin in einem, nun ja, gardinenartigen Gewand, das keine Fragen offenließ. Vor allem nicht die, ob sich Dekolleté und Beinschlitz bald treffen. Die Antwort lautet: Es fehlt zumindest nicht mehr viel.

Beim Anblick von Meis’ geposteten Fotos im Netz äußerten sich selbst viele ihrer Fans geradezu empört über die transparente Drapage, die ein Affront sei gegenüber der Braut. Sylvie habe es darauf angelegt, ihr die Show zu stehlen. Meier nahm es gelassen, machte ihrer Freundin stattdessen ein Kompliment. So profitierten beide Damen von der Beinschlitzaffäre: Es gab Schlagzeilen in der Boulevardpresse.

Waren dem Trend voraus: Angelina Jolie (l) bei der Ankunft zur Oscar-Verleihung 2012 und Jennifer Aniston nach der 67. Verleihung der Golden Globe Awards. Quelle: Mike Nelson/Andrew Gombert/EPA

Tatsächlich dient das hochgeschlitzte Abenddress seit dem viralen Hype um Angelina Jolies Beinblitzer vor allem dazu, ins Auge zu stechen. Auffallend viele Models und Actricen, die in erster Linie davon leben, fotogen zu sein, bevorzugen bei Red-Carpet-Events die hochgeschlitzte Robe. Botschaft: Vorhang auf für diesen makellosen Körper.

Das Magazin „Vogue“ hat das Modephänomen so erklärt: „Ein Abendkleid mit hohem Schlitz bleibt in Erinnerung – wie viel Aufmerksamkeit es hervorruft, hängt aber immer noch von der Länge des Schlitzes ab.“ Daraus könnte man folgern: Je niedriger der Bekanntheitsgrad, umso höher der Beinschlitz.

Auf Angelina Jolie trifft diese einfache Formel zwar nicht zu. Doch beim Schaulaufen auf dem roten Teppich der diesjährigen Filmfestspiele in Cannes bewahrheitete sich die Theorie einmal mehr: Vor allem Unterwäsche- und Bademodenmodels wie Adriana Lima, Kimberly Garner, Petra Nemcova und Iskra Lawrence wählten bodenlange Kleider mit extrem viel Beinfreiheit.

Ein Kleid oder nur ein Schlitz im Stoff?

Dagegen wirkt Hollywoodlegende Rita Hayworth in ihrer Paraderolle der Gilda in dem gleichnamigen Film von 1946 geradezu züchtig. In einer Szene singt sie in einem schwarzen, schulterfreien Abendkleid mit Beinschlitz, der eine Handbreit über dem Knie endet – die Robe ging als eines der provokantesten Outfits in die Filmgeschichte ein.

Der Unterschied zwischen den Stoffbahnen, die sich Models wie Sylvie Meis heute umlegen, und jener Kultversion von Hayworth ist, dass bei Letzterer das Kleid als Ganzes im Vordergrund stand und nicht ein ellenlanger Schlitz im Stoff, der den Blick vor allem auf ein Bein lenkt.

Das zur Schau zu stellen kann im Übrigen auch nicht jede. Angelina „The Leg“ Jolie hat 2012 jedenfalls gezeigt, wie man es nicht machen sollte: Ihr Posing war so eckig, dass es an das Plastikbein einer Schaufensterpuppe erinnerte.

Von Kerstin Hergt

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