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Panorama Armbrust-Tote: So tickt die Mittelalterszene
Nachrichten Panorama Armbrust-Tote: So tickt die Mittelalterszene
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12:17 14.05.2019
Ritterkampf mit der Lanze auf Pferden. (Archivfoto) Quelle: picture alliance / imageBROKER
Passau

Nach dem Armbrust-Drama von Passau werden die drei Toten mit der Mittelalterszene in Verbindung gebracht. Der mit einem Pfeil in die Brust getötete 53-Jährige soll nach Medienberichten in Hachenburg im Westerwald einen Mittelalter-Laden betrieben, dort Met, Messer und Schwerter verkauft haben.

Die Faszination für das Mittelalter, das Leben in einer Parallelwelt, ist die bisher einzige bekannte Verbindung unter den drei Opfern. Die Staatsanwaltschaft Passau bestätigte laut „Bild“, dass alle drei Toten Mitglied in einem internationalen Ritterverein waren, der auch Turniere ausrichtet.

Mittelalterszene lässt höfisches Leben wieder aufleben

Rittervereine haben es sich zum Ziel gesetzt, die Kultur des Mittelalters wieder aufleben zu lassen. Bei Festen, Turnieren oder Märkten wird eine Parallelwelt erschaffen, in der die Mitglieder und Besucher in die Zeit der Ritter und Burgfräulein eintauchen. In Gewändern oder Rüstungen zelebrieren sie historisches Handwerk, Schaukampf, Ritterturniere, höfisches Leben mit Spielen, Tanz und Konzerten. Bei den meisten Veranstaltungen wird großer Wert auf eine authentische Darstellung gelegt.

Auch der Ritterverein der drei Toten aus Passau soll laut „Bild“ Turniere ausgerichtet haben, bei dem die Teilnehmer hoch zu Ross gegeneinander antraten. Häufig werden bei solchen Veranstaltungen auch Alternativen ohne Pferd angeboten wie Lanzenstechen, Schwertkämpfe oder Bogenschießen.

Tote sollen Armbrust in Österreich gekauft haben

Ob die Toten mit ihren Armbrüsten auch bei Turnieren zum Bogenschießen antraten, ist nicht bekannt. Bei den Morden sollen zwei moderne Armbrust-Waffen in unterschiedlichen Größen verwendet worden seien. Eine weitere Armbrust habe sich Berichten zufolge unbenutzt in einer Tasche befunden. Laut „Bild“ soll das Trio auf dem Rückweg aus Österreich gewesen sein, wo es mindestens eine der Armbrüste kaufte.

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Von RND

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