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Niedersachsen Zähe Aufklärungsarbeit im Asse-Untersuchungsausschuss
Nachrichten Niedersachsen Zähe Aufklärungsarbeit im Asse-Untersuchungsausschuss
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16:37 04.05.2009
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Allein die Aktenlage über das in dem Bergwerk eingelagerte Inventar sei derart unvollständig, dass man auf Unterstützung des Bundes angewiesen sein werde, sagte SPD-Umweltexpertin Petra Emmerich-Kopatsch am Montag der Nachrichtenagentur ddp in Hannover. Unter anderem müssten wohl Akten aus dem Bundesarchiv in Koblenz angefordert werden.

Am Montagmorgen hatte die Landesregierung dem Umweltausschuss den zweiten Asse-Statusbericht vorgelegt. Neue Erkenntnisse über das in der Asse gelagerte radioaktive Material brachte dieser offenbar nicht. „Niemand weiß, was da wirklich lagert“, unterstrich Emmerich-Kopatsch. Auch über die Strahlungsintensität des Inventars könne nur gemutmaßt werden. Einen Teil der Altlasten habe der TÜV anhand von Einlieferungsscheinen auf den Strahlungsgrad geprüft. Es sei aber auch „durchaus möglich“, dass auch Material ohne Einlieferungsschein eingegangen sei.

Der Landtag will in der kommenden Woche über die Einsetzung des Untersuchungsausschusses zum Thema Asse debattieren. Die notwendige Mehrheit von 20 Prozent der Parlamentarier gilt nach dem jüngsten Votum der SPD-Fraktion für den Ausschuss als gesichert. Konstituieren könnte sich das Kontrollgremium im Juni.

ddp