Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Wulff trifft Obamas Sicherheitsberater im Weißen Haus
Nachrichten Niedersachsen Wulff trifft Obamas Sicherheitsberater im Weißen Haus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:27 03.10.2009
Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff
Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff Quelle: ddp
Anzeige

Es habe einen „sehr intensiven Meinungsaustausch“ über Nahost, Iran, Afghanistan und andere sicherheitspolitische Themen gegeben, sagte Wulff nach dem Treffen. Die Vereinigten Staaten würden den „großen engagierten Einsatz“ Deutschlands in Afghanistan anerkennen, sagte Wulff. Forderungen nach mehr deutschen Truppen habe Jones nicht gestellt. Vielmehr seien sich Deutschland und die USA darüber einig, dass der zivile Aufbau in Afghanistan verstärkt werden müsse.

Darüber hinaus sprachen Wulff und Jones über umweltpolitische Themen. Die Amerikaner beobachteten „sehr anerkennend“ die deutschen Anstrengungen zum Klimaschutz, sagte Wulff.

Der CDU-Politiker befindet sich derzeit mit einer 50-köpfigen Wirtschaftsdelegation aus Niedersachsen auf USA-Reise. Er kündigte an, am Wochenende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über die Inhalte des Gesprächs mit Jones telefonisch zu informieren. Wulff kehrt am Montag nach Deutschland zurück, um an den Koalitionsverhandlungen zwischen Union und FDP in Berlin teilzunehmen.

Wulff kritisiert US-Klimapolitik

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) kritisierte außerdem die US-Klimapolitik. Er habe „große Skepsis“, ob die amerikanischen Politiker beim UN-Klimagipfel im Dezember in Kopenhagen entsprechende Vorschläge präsentieren, sagte er nach politischen Gesprächen vor Journalisten. Hauptgrund dafür sei, dass in den USA der Streit über die Gesundheitsreform derzeit die Umweltproblematik stark in den Schatten stelle.

Er sei aber überzeugt, dass in Kopenhagen „ohne Amerika keine weltweiten Vereinbarungen zu erreichen sind“, betonte Wulff. Er habe den Eindruck, dass „in Amerika Klimaschutz eher als Jobkiller angesehen wird“. Dagegen schaffe grüne Technologie in Deutschland viele Arbeitsplätze.

Wulff sprach am Freitag unter anderem mit Sicherheitsberater James Jones im Weißen Haus. Zuvor war er in Kalifornien. Hauptziel seiner einwöchigen USA-Reise ist es, für niedersächsische Unternehmen und Hochschulen zu werben. Wulff wird von zahlreichen Wirtschaftsbossen des Autokonzerns VW, der Deutschen Messe AG, des Energieunternehmes RWE und der LB sowie von Mittelständlern und Vertretern von Universitäten begleitet.

ddp / lni

Saskia Döhner 02.10.2009
Margit Kautenburger 02.10.2009