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Niedersachsen Verkehrsminister Bode will erneuten Kampf um Streusalz verhindern
Nachrichten Niedersachsen Verkehrsminister Bode will erneuten Kampf um Streusalz verhindern
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17:07 06.10.2010
Niedersachsens Verkehrsminister Jörg Bode.
Niedersachsens Verkehrsminister Jörg Bode. Quelle: dpa
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„Wir hoffen, dass es bei den Kommunen nicht zu einem gegenseitigen Salz-Wettkampf kommt. Als die Salz-Not im letzten Winter da war, gab es einen Wettbewerb um die erste Lieferung aus dem Bergwerk“, sagte Bode der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch in Hannover.

Deshalb setzt der Minister auf ein Abstimmungsgremium, dem die Landesverkehrsbehörde, das Ministerium und kommunale Spitzenverbände angehören könnten. Diese Gruppe solle dann bei Salz-Engpässen entscheiden, wo eine Räumung der Straßen am dringlichsten sei. Die Verkehrssicherheit im Winter dürfe nicht nach der Maxime laufen: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst.“

Das Land werde für diesen Winter mehr Salz lagern als in der vergangenen Saison, kündigte Bode an. Die notwendigen Vorräte müssten jetzt neu berechnet werden.

Die Landesverkehrsbehörde, die für die Bundes-, Landes- und einen Teil der Kreisstraßen zuständig ist, braucht in einem durchschnittlichen Winter rund 100.000 Tonnen Streusalz. Im vergangenen Winter war wegen der extremem Wetterlage etwa die doppelte Menge notwendig.

Die Straßen- und Autobahnmeistereien werden derzeit mit Salz beliefert, die Winterdienst-Fahrzeuge auf ihre Einsatzbereitschaft überprüft. Nach Angaben des Ministeriums kann die Verkehrsbehörde insgesamt 70.000 Tonnen Salz auf einmal lagern.

Die von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) angekündigte Winterreifen-Pflicht hält Bode für richtig, weil sie der Sicherheit diene. „Es macht auch Sinn, eine europäische Definition von geeigneten Winterreifen vorzunehmen“, sagte der Minister. Eine Winterreifen-Pflicht sollte ein Thema der Konferenz der Länder-Verkehrsminister am Mittwoch und Donnerstag in Weimar sein.

dpa